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Ju 52 per Straßentransport in Hamburg „gelandet“

Die Ju 52 der Lufthansa Berlin Stiftung ist wieder in Hamburg. Seit August hatte sie in München in einem Hangar gestanden. End dieses Monats soll darüber entschieden werden, wie die Zukunft dieses über 80-jährigen Flugzeugs aussieht.

6.04.2019

In München wurden die einzelnen Segmente der Ju 52 der Lufthansa auf Tieflader verladen. © Lufthansa

Die Fotos haben Symbolcharakter: Ausgerechnet auf den Anhängern von drei LKW ist die Ju 52 der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung am Freitag von München auf dem Flughafen Hamburg angekommen. Dort wird das historische Flugzeug zunächst gelagert, bis darüber entschieden wird, was weiter mit ihm passiert. Wie von Aerobuzz berichtet, hatte der Vorstand der Lufthansa im Januar entschieden, den kommerziellen Flugbetrieb mit dem Flugzeug nicht weiter zu unterstützen. Damit fehlte dem Betreiber Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung (DLBS) die Grundlage, den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.

250.000 Passagiere seit 1986

Seit 1986 hat die Ju 52 mit dem Kennzeichen D-CDLH rund 250.000 Passagiere befördert. Mit einer Ausnahmegenehmigung des Luftfahrt-Bundesamtes durfte das Flugzeug ein historisches Kennzeichen D-AQUI auf den Rumpfseiten tragen.

Die Ju 52 der Lufthansa trat ihre Reise von München nach Hamburg auf Tiefladern an. © Lufthansa

Die Ju 52 war nach einem Schaden einer der drei Motoraufhängungen im August in München gestrandet. Nun haben Techniker der Lufthansa Technik das Flugzeug demontiert und auf drei Spezialtransporter verladen. Für den Transport nach München benötigten die drei LKW drei Tage.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

2 Kommentare

  • Sehr geehrte Herr Volker Thomalia
    Wir wunschen ein Zukunft fur die JU 52 D-AQUI darum sind viele Sachen um nicht die Junkers vergessen. Hier in Argentinien wir haben ein andere JU 52 4043 das heisst Kurt Wolff und unsere Restaurierung hat man 5 Jahre vor um alle Dokumenten zu lernen, das Thema von Wellblech ein Losung zu finden. Ich glaube Deutschland hat ein grosser Geschichte mit DLBS und die D-AQUI wir denken als kann man wieder im Himmel sein vielleicht nicht mit so viele Pasagiere, aber fliegen. Wir konnen nicht fliegen und immer haben unsere D-AQUI gesehen , viele grusse von Argentinien,Carina Villafañe Batica Luftfarthistorikerin -Team JU 52 4043 Argentinien

  • Heinz Rühmann

    Es ist unfassbar, die Gehälter der Vorstände wachsen in unermessliche und so ein schönes Flugzeug schafft es nicht mehr zurück in den Himmel!!! Heinz Armes Deutschland! Schon wieder eine Attraktion und ein Produkt aus Deutschland weniger! Ich werde jedenfalls zukünftig keine Lufthansa Maschine mehr buchen. Das Unternehmen sollte sich schämen!

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