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Piper stellt Gesichtsschutzmasken für Kliniken her

Piper-Konstrukteure haben eine Gesichtsschutzmaske für medizinischen Personal entwickelt und fertigen diese in Serie. Die Flugzeugproduktion läuft derweil weiter, ebenso die Arbeiten an der Zulassung des Autoland-Systems an Bord der Piper M600. 

1.04.2020

Piper Aicraft stellt derzeit Gesichtsschutzmasken für Krankenhauspersonal her. © Piper Aircraft

Die Piper Aircraft Inc. aus Vero Beach im US-Bundesstaat Florida hat sich überlegt, wie sie mit ihren spezifischen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kapazitäten helfen kann, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen und die Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren. Als ersten Schritt spendete Piper 1.300 Atemschutzmasken an ein lokales Krankenhaus.

Bei einem Team-Meeting der Produktionsingenieure kam zur Sprache, dass es in einigen Kliniken einen Mangel an Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegepersonal gebe. Daraufhin machten sich Konstrukteure an die Arbeit und entwickelten eine Gesichtschutzmaske aus Materialien, die der Flugzeugbauer selber vorrätig hat, beziehungsweise problemlos besorgen kann. Die Maske besteht aus einer dünnen, durchsichtigen Plexiglasfläche, Plastikstreifen und Schaumstoff, der normalerweise für die Fertigung von Sitzen der PA-28 genutzt wird. Das Plexiglas wird derzeit nicht einmal in der Flugzeugproduktion eingesetzt.

Massenproduktion in Vero Beach

Das Team montierte einen Prototyp der Maske und brachte ihn zum Cleveland Clinic Indian River Hospital in Vero Beach, wo er von den Medizinern begutachtet, getestet und für die Serienfertigung freigegeben wurde. Piper stellte neun Mitarbeiter ab, die mit der Produktion der Gesichtsschutzmasken begannen. Die Cleveland Clinic Foundation, die insgesamt über 6.000 Krankenhausbetten an verschiedenen Standorten in den USA betreibt, bestellte in einem ersten Auftrag 10.000 Exemplare der Masken, weitere Aufträge folgten bald. Piper hat allerdings keine Pläne, langfristig in das Geschäftsfeld „medizinische Ausrüstung“ einzusteigen.

James Funk, der Chief Operating Officer von Piper, sagte: „Dies ist eine kritische Zeit für unseren Ort, unser Land und die Welt. Es ist eine Zeit des Handelns und der Zusammenarbeit. Als Team können wir für Menschen in Not etwas bewirken und diejenigen direkt unterstützen, die an der Front dieser beispiellosen Krise kämpfen. Dies ist nur ein kleiner Beitrag, aber wir versuchen zu helfen. Wir wollen, dass vor allem das medizinische Personal und die Patienten sicher sind, deshalb ist es wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, um unserer Gemeinschaft zu helfen, diese Krise zu überstehen. Dann können wir am Ende stärker als je zuvor aus dieser Lage hervorgehen.“

Die Flugzeugproduktion läuft bei Piper in Vero Beach unterdessen weiter. Auch arbeitet der Hersteller an der Zulassung von Garmin Autoland-Notsystems in seinem einmotorigen Turboprop-Flaggschiff Piper M600. Das Unternehmen sei auf gutem Kurs, als erster General-Aviation-Hersteller der Welt dieses System an einem seiner Flugzeuge zu zertifizieren.

Volker K. Thomalla

 

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