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4.399 Kandidaten für 100 Ausbildungsplätze im Cockpit bei Air France

Die französische Fluggesellschaft Air France benötigt in den nächsten vier Jahren rund 250 Piloten jährlich. Jedoch hinkten die Bewerberzahlen in den vergangenen Jahren hinter dem hinterher. Deswegen hat sich die Airline entschlossen, 100 Pilotenausbildungen pro Jahr voll zu finanzieren. Der Erfolg war durchschlagend.

12.03.2018

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Air France hat einen wahren Ansturm auf seine Ausbildungsplätze für Piloten erlebt. © Air France/Youtube

Mit einem solchen Ansturm hatte wohl niemand gerechnet: Als am 4. März die Bewerbungsfrist für einen Ausbildungsplatz für eine Pilotenausbildung bei Air France verstrichen war, hatten sich 4.399 Menschen um die ausgeschriebenen 100 Plätze beworben. Der Erfolg der diesjährigen Rekrutierungskampagne um Nachwuchspiloten ist in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass Air France angekündigt hat, diese 100 Ab-initio-Ausbildungen komplett zu bezahlen. Bislang mussten die angehenden Cockpitcrews ihre Ausbildungen komplett selbst finanzieren. Ende dieses Monats beginnt der Selektionsprozess, zu dem die Airline junge Menschen einlädt, die nach der Papierlage den Anforderungen entsprechen. Die ausgewählten Kandidaten und Kandidatinnen beginnen noch im Frühjahr dieses Jahres mit ihrer Ausbildung.

Air France braucht 250 Piloten jährlich

Sie dauert rund zwei Jahre und wird an gewerblichen Flugschulen im Auftrag der Air France nach den Ausbildungsrichtlinien der Fluggesellschaft durchgeführt. Air France hat in den nächsten vier Jahren einen jährlichen Bedarf von 250 Piloten, die es einerseits durch die finanzierte Ab-initio-Ausbildung, aber auch durch ehemalige Militärpiloten, Quereinsteiger und Abgänger der nationalen Luftfahrt-Hochschule ENAC decken will.

Seit fast einem Jahrzehnt bietet Air France in diesem Jahr erstmalig wieder an, die Ausbildung des Cockpit-Nachwuchses vollständig zu bezahlen.

Volker K. Thomalla

 

 

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