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Airbus startet Ab-initio-Ausbildung für Piloten

Der weltweite Pilotenbedarf ist momentan hoch. Nun bietet auch Airbus in Zusammenarbeit mit einer Flugschule Ab-initio-Ausbildung für Cockpitbesatzungen an. Der Hersteller plant, in den nächsten Jahren weitere Partnerschaften mit Ausbildungseinrichtungen.

27.07.2018

Airbus hat mit der mexikanischen Flugschule Escuela de Aviacion ein Ab-initio-Ausbildungsprogramm für Piloten ins Leben gerufen. © Airbus

Der Bedarf an qualifizierten Piloten ist derzeit hoch und wird nach übereinstimmenden Vorhersagen von Ausbildungsunternehmen und Flugzeugherstellern in den nächsten Jahren sogar noch steigen. Airbus hat in seiner jüngsten Marktstudie einen Bedarf von 540.000 neuen Piloten in den nächsten 20 Jahren identifiziert, Boeing sogar einen Bedarf von 790.000. Darin eingeschlossen sind bei Boeing allerdings auch die Segmente Business Aviation und Helikopter.

Die Absolventen des Airbus Pilot Cadet Programme sollen nach Abschluss ihrer Ausbildung als A320-Piloten anfangen können. © Volker K. Thomalla

Die bestehende Flugausbildungseinrichtungen sind nicht in der Lage, diesen Bedarf zu decken. Airbus hat jetzt zusammen mit der mexikanischen Flugschule Escuela de Aviacion Mexico (EAM) das Airbus Pilot Cadet Training Programme gelauncht, das eine Ab-initio-Ausbildung für angehende Verkehrsflugzeupiloten anbietet. Ab Januar 2019 sollen die ersten Airbus Cadets mit ihrer Ausbildung beginnen, die sie bereits im Juli 2020 abschließen sollen.

„Brücken-Kursus“ für den EASA-ATPL

Anwärter auf einen Ausbildungsplatz müssen mindestens 18 Jahre alt sein und eine weiterführende Schule (Highschool) abgeschlossen haben. Bei der EAM durchlaufen sie eine komplette ATPL-Ausbildung entsprechend den Standards des Airbus Flight Trainings. Das Training ist nach dem Prinzip der Kompetenz-basierten Ausbildung aufgebaut und konzentriert sich auf das Erwerben und die Entwicklung der Schlüsselkompetenzen, die ein Verkehrsflugzeugführer benötigt. Airbus wird einen „Brücken-Kursus“ anbieten, der es den Cadets erlaubt, ihre lokal erworbene Lizenz in eine EASA-Lizenz umzuschreiben. Nach Abschluss der Ausbildung sollen die neuen Piloten direkt auf den Airbus A320 in den Liniendienst gehen können.

Airbus bietet das Training auch seinen Kunden an, die ihren eigenen Nachwuchs nach dem globalen Airbus-Standard ausbilden lassen wollen. Alternativ können Kunden aber auch das Screenings für ihren Cockpit-Nachwuchs und die Auswahl ihrer Piloten an den Hersteller delegieren.

Airbus plant, in den nächsten Jahren weitere Partnerschaften dieser Art mit weiteren Ausbildungseinrichtungen auf der ganzen Welt zu schließen.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

1 Kommentar

  • Pilot Lukas

    Das ist ein Witz oder? Zuerst muss ich einen Haufen Kohle hinlegen um meine Ausbildung zu machen weil die Berufserfahrung auf 1500 Stunden hoch geschraubt wird und jetzt wollt ihr sie schnell durchdrücken?!??
    Gleicht lieber mal die Realität an die Piloten Ausbildung an anstatt schnelldurchläufe zu erfinden.
    Ihr wollt qualifizierte Piloten und schraubt die geflogenen Stunden seit Jahren hoch und wunderts euch warum ihr niemanden findet???
    Die streicks haben ihren Grund ich selbst will unter bestehenden Entwicklungen und Situation auch nicht auf den Arbeitsmarkt… Obwohl ich schon starten könnte.

    Frage Atpl:Wer ist für den Flugverkehr und einen sicheren Ablauf verantwortlich?
    Antwort:Alle Beteiligten!
    Auch das Management!!!

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