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Elbe Flugzeugwerke: Fachkräftemangel gefährdet Wachstumspläne

Der Mangel an Fachkräfte hat das Potenzial, die Wachstumsaussichten der Luftfahrtindustrie in Europa deutlich einzutrüben. Für die Elbe Flugzeugwerke (EFW) in Dresden ist der Fachkräftemangel keine düstere Zukunftsvision, sondern eine Realität, mit der das Unternehmen schon heute kämpft. Dabei hat die EFW gerade kräftig in Gebäude investiert.

25.11.2019

Die Elbe Flugzeugwerke haben große Erfahrung mit der Umrüstung von Widebody-Flugzeugen zu Frachtern. © EFW

Die Elbe Flugzeugwerke in Dresden haben mit der Umrüstung von Passagier- in Frachtflugzeuge eine profitable Marktnische für sich gefunden. Rund 80 Prozent der Geschäftstätigkeit entfallen auf diesen Aktivitätsbereich. Rund 20 Prozent trägt das Segment Flugzeugumrüstung derzeit zum Jahresumsatz bei, Tendenz steigend. Doch das Unternehmen befürchtet, aufgrund von Fachkräftemangel das Wachstum nicht wie angestrebt darstellen zu können.

Neuer Hangar am Airport in Dresden

Deutliche Worte fand Dr. Andreas Sperl, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Elbe Flugzeugwerke (EFW), am Freitag anlässlich einer Tagung des Luftfahrt-Presse Clubs (LPC) in Dresden: „Wir wollen in der Flugzeugumrüstung weiter wachsen und sind auf einem guten Weg. Der Fachkräftemangel ist momentan ein Problem, mit dem wir uns beschäftigen. Wir arbeiten daran, dieses Wachstumshemmnis zu beseitigen. Es herrscht derzeit großer, großer Bedarf an Elektrikern auf Facharbeiterebene“, sagte Sperl. Dabei hat die EFW gerade erst einen neuen Hangar am Flughafen Dresden in Betrieb genommen. Er ist große genug, um drei Airbus A330 oder einen Airbus A380 plus eine A330 aufzunehmen.

Der Umrüstungsspezialist für Verkehrsflugzeuge beschäftigt derzeit an seinen beiden Standorten am Flughafen Dresden und in Kodersdorf nordwestlich von Görlitz rund 1.800 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört den Anteilseigner Airbus und ST Engineering aus Singapur. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die EFW einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. In diesem Jahr wurde das Unternehmen von der australischen Fluggesellschaft Qantas mit der Kabinenmodernisierung von Airbus A380 beauftragt. Das erste Flugzeug aus diesem Auftrag wurde im Oktober nach dem Umbau wieder an Qantas geliefert. Für die Kabinenumrüstung dieses ersten Qantas-Riesen hatte das Unternehmen 65 Tage benötigt. „Wir hoffen, die zweite Kabine dann in 55 Tagen zu schaffen“, so Dr. Sperl.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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