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2018 war ein Rekordjahr für TAG Farnborough Airport

Der TAG Farnborough Airport ist einer der wenigen reinen Business Aviation Airports in Europa. Er gewinnt weiter an Beliebtheit und hat im vergangenen Jahr mehr Bewegungen registriert als 2007, dem Jahr vor der Finanzkrise, die auch eine Krise der Business Aviation wurde.

30.01.2019

TAG Aviation hat bislang rund 200 Millionen Pfund in den Ausbau des Flughafens Farnborough als Business Aviation Airport investiert. © TAG Aviation

Der Flughafen Farnborough westlich von London hat 2018 einen neuen Rekord in Bezug auf Flugbewegungen verzeichnet. Nie zuvor in der Geschichte des Platzes wurden mehr Starts und Landungen in einem Jahr verzeichnet als 2018. Der Flugplatz gehört dem Business Aviation-Dienstleister TAG Aviation und ist ausschließlich für die Geschäftsluftfahrt offen.

2018 zählte der TAG Farnborough Airport 30.720 Bewegungen, das sind 13,8 Prozent mehr als im Vorjahr und 8,2 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007, sagte Brandon O’Reilly, der Hauptgeschäftsführer (CEO) des TAG Farnborough Airports. Die Prognose für 2019 ist trotz des erwarteten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) Ende März dieses Jahres positiv.

Erster CO2-neutraler Business Airport

„2019 war ein wichtiges Jahr voller Meilensteine für den TAG Farnborough Airport“, sagte O’Reilly. „Wir sind hocherfreut, dass Gulfstream uns als Standort für ihr neues, hochmodernes, nur für diesen Zweck gebautes Maintenance, Repair und Overhaul Center ausgewählt hat, und dass wir den Status als Carbon-neutraler Flughafen zugesprochen bekommen haben. Wir sind damit der erste Business Aviation Airport, der diesen Status erreicht hat.“

TAG Aviation hat den Flugplatz Ende der 1990er Jahre vom britischen Verteidigungsministerium erworben und seitdem rund 200 Millionen Pfund in die Entwicklung des Platzes als Business Aviation Airport investiert. In dem Verkaufsvertrag hat TAG Aviation dem Verband der britischen Luft- und Raumfahrtindustrie zugesichert, dass er alle zwei Jahre die Farnborough International Airshow auf dem Platz ausrichten darf. O’Reilly ist damit sehr zufrieden: „Es ist einfach wunderbar, die globale Luft- und Raumfahrtindustrie alle zwei Jahre hier als Gast begrüßen zu dürfen“, sagte er in der Pressekonferenz. „Es ist ein großartiges Marketing für uns, und viele Airshow-Besucher kommen mit dem Flugzeug zu uns.

Im Durchschnitt nutzen drei Passagiere pro Flug den Flughafen. Das garantiert eine schnelle Abwicklung, so dass die Fluggäste schnellstmöglichst zu ihrem endgültigen Ziel kommen, Allerdings wächst derzeit auch die Nachfrage nach Reisen von größeren Gruppen wie Sportmannschaften, Musikgruppen und Firmendelegationen. Dafür hat der Airport in seinem mehrfach ausgezeichneten, futuristischen Terminal einen gesonderten Loungebereich eingerichtet.

Der Flugplatz ist in regelmäßigem Kontakt mit seinen Nachbarn, um eventuelle Konflikte frühzeitig zu identifizieren und zu lösen. Derzeit arbeitet das Management mit den verschiedenen Stellen an der Einrichtung eines Luftraums D über dem Platz, um die An- und Abflugstrecken für alle Betroffenen – Piloten, Flugsicherung und Flugplatzanrainer – optimal zu gestalten. Nach der Genehmigung der geplanten SIDs (Standard Instrument Departures) und STARs (Standard Arrival Routes) können die abfliegenden Luftfahrzeuge beispielweise schneller auf ihre gewünschte Reiseflughöhe steigen und müssen nicht erst in niedriger Höhe bleiben, bevor sie eine Freigabe zum Steigen auf ihre Reiseflughöhe erhalten.

Der TAG Farnborough Airport hat noch Kapazitäten, sowohl am Boden als auch in der Luft. Die Hangars waren 2018 zu 70 Prozent belegt, so dass selbst Flugzeuge, die spontan nur für ein, zwei Tage einen Hangar benötigen, einen Platz bekommen.

Der Flughafen hat eine Genehmigung von bis zu 50.000 Flugbewegungen pro Jahr, davon ist er – trotz kontinuierlich steigender Bewegungen – noch ein Stück entfernt. 2020 schätzt O’Reilly, wird der Airport die Marke von 32.000 Bewegungen knacken, und durch die Eröffnung des Gulfstream Service Centers im Jahr 20XXX könnten noch einmal 3.000 Movements pro Jahr hinzukommen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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