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Der dritte Pilatus-PC-24-Prototyp ist geflogen

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hat heute den dritten Prototyp des Business Jets Pilatus PC-24 in die Luft gebracht. Das Flugzeug entspricht dem Serienstandard und wird auf der EBACE im Mai zu sehen sein.

6.03.2017

Zwei Stunden und fünf Minuten dauerte der Erstflug der dritten PC-24. © Pilatus Aircraft

Zwei Stunden und fünf Minuten dauerte der Erstflug des dritten und letzten Prototyps des zweistrahligen Business Jets Pilatus PC-24 am heutigem Tag. Das Flugzeug mit der Registrierung HB-VSA hob um 09.45 Uhr von der Piste des Flugplatzes Buochs ab. Gesteuert wurde der Twinjet von den beiden Testpiloten Stefan Greub und Matthew Hartkop. Mit dem Erstflug des letzten Prototyps ist die für die Flugerprobung und Zulassung notwendige Testflotte vollzählig. Die beiden anderen PC-24 flogen im Mai beziehungsweise im November 2015 erstmalig und haben bereits 800 Flüge absolviert und waren dabei 1.350 Flugstunden in der Luft.  Pilatus-Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk kommentierte den Erstflug: „Ich freue mich sehr, dass unser P03 heute geflogen ist! Das PC-24-Testflugprogramm läuft nach unseren Vorstellungen, und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die bis jetzt gesammelten Daten zeigen, dass unser Schweizer Business Jet die bis anhin publizierten Leistungen übertrifft. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Zertifizierung im vierten Quartal schaffen werden und freue mich natürlich jetzt auf den Moment, den PC-24 unseren ersten Kunden übergeben zu können!“

Nach dem Erstflug ging P03 erst einmal zurück in die Montagehalle, denn das Flugzeug erhält nun noch sein Interieur, bevor es wieder fliegt. Pilatus hat zusammen mit der BMW-Tochter Designworks sechs Ausstattungskonzepte für die PC-24 entworfen. Sie sind nach bekannten Skiorten wie „St. Moritz“, „Zermatt“, „Aspen“, „Telluride“, „Vail“ und „Davos“ benannt. Die Ausstattungskonzepte unterscheiden sich vor allem in ihrer Farbgebung voneinander. Über den Zeitplan, wann die Inneneinrichtung der P03 abgeschlossen sein wird, wollte Pilatus auf Nachfrage keine Auskunft geben.

Pilatus bezeichnet die PC-24 als „Super Versatile Jet“, da er als einziger Business Jet weltweit über eine große Frachttür im hinteren Rumpfsegment verfügt und auch von unvorbereiteten Pisten aus betrieben werden kann.

 

Der Zweistrahler mit dem Kennzeichen HB-VSA entspricht dem Serienstandard der PC-24. © Pilatus Aircraft

 

Die Zulassung der PC-24 strebt Pilatus für das vierte Quartal dieses Jahres an. Mit der Übergabe an die Kunden will der Hersteller direkt nach Erteilung der Zertifizierung beginnen.  Bislang liegen dem Hersteller 84 feste Bestellungen für den Jet vor.

Volker K. Thomalla

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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