Homepage » Business Aviation » Die ANAC hat Embraers Praetor 600 zugelassen

Im Oktober vergangenen Jahres hat der brasilianische Flugzeughersteller Embraer mit der Praetor 500 und der Praetor 600 gleich zwei neue Business Jets vorgestellt. Nun hat die Praetor 600 ihre Musterzulassung von der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC erhalten.

24.04.2019

Die Praetor 600 kommt auf eine Reichweite von über 4.000 nautischen Meilen. © V. K. Thomalla

Die brasilianische Luftfahrtbhörde ANAC (Agência Nacional de Aviação Civil) hat den neuen Super-Midsize-Business Jet Praetor 600 von Embraer zugelassen. Der brasilianische Flugzeughersteller hatte die Praetor 600 zusammen mit ihrer kleineren Schwester Praetor 500 erst im Oktober auf der Geschäftsluftfahrtmesse NBAA-BACE in Orlando im US-Bundesstaat Florida vorgestellt.

Die Praetor 600 sei der leistungsfähigste Super-Midsize-Jet, der jemals entwickelt wurde, teilt der Hersteller mit aller Bescheidenheit, zu der er fähig ist, mit. Die Praetor  600 habe alle gesetzten Entwicklungsziele übertroffen. Beispielsweise betrage ihre Reichweite bei Langstreckengeschwindigkeit über 4.000 nautische Meilen (7.408 Kilometer). Bei der Vorstellung war der Hersteller noch von einer Reichweite von 3.900 nautischen Meilen (7.233 Kilometer) ausgegangen. Mit dieser Reichweite schafft die Praetor 600 Strecken wie London – New York oder London – Dubai. Mit vier Passagieren an Bord und inklusive NBAA-IFR-Reserven können Dispatcher und Piloten mit einer Reichweite von 4.108 nautische Meilen (7.608 Kilometer) planen.

Zulassung vor dem Zeitplan

Bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.80 schafft die Praetor 600 noch 3.700 nautische Meilen (6.852 Kilometer). Sie kommt mit Pisten von einer Länge von weniger als 4.500 Fuß (1.372 Meter) zurecht.

„Unsere Konstrukteursteams haben sich wieder einmal selbst übertroffen, indem sie mit Leidenschaft die Klassenbeste Praetor 600 entworfen, entwickelt und vor dem vorgesehenen Zeitpunkt zugelassen haben“, sagte Embraers Hauptgeschäftsführer (CEO) Paulo César Souza e Silva.

Embraer hat sich bei den beiden neuen Business Jets Praetor 500 und Praetor 600 für das Avionikpaket Pro Line Fusion entschieden. © Collins Aerospace

Als Antrieb des neuen Zweistrahlers dienen Honeywell HTF 7500E-Turbofans. Im Cockpit finden die Piloten ein Avionikpaket vom Typ Collins Aerospace Pro Line Fusion mit vier 15.1-Zoll-Displays vor. Das Cockpit ist als papierloses Cockpit ausgelegt. Als erster Jet dieser Klasse ist die Praetor 600 mit einer Fly-by-Wire-Flugsteuerung ausgerüstet. Mit 20,995 Millionen US-Dollar (18,18 Millionen Euro) laut Listenpreis hat der Hersteller das Muster sehr aggressiv bepreist.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • Guido Flury

    Der Teufel liegt im Detail…

    „Unsere Konstrukteursteams haben sich wieder einmal selbst übertroffen, under sie mit Leidenschaft die Klassenbeste Praetor 600 entworfen, entwickelt und vor dem vorgesehenen Zeitpunkt zugelassen haben“, sagte Embraers Hauptgeschäftsführer (CEO) Paulo César Souza e Silva.

    sollte heissen:
    „Unsere Konstrukteursteams haben sich wieder einmal selbst übertroffen, indem sie mit Leidenschaft die Klassenbeste Praetor 600 entworfen, entwickelt und vor dem geplanten Zeitpunkt zugelassen haben“, sagte Embraers Hauptgeschäftsführer (CEO) Paulo César Souza e Silva.

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