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Die letzte Lockheed JetStar hat ihre finale Destination erreicht

Die Lockheed JetStar hatte als einer der ersten Business Jets die Geschäftsluftfahrt revolutioniert. Nun gibt es kein einziges fliegendes Exemplar dieses Musters mehr. Die letzte JetStar wurde am 30. Dezember einem Museum vermacht, das in dem Ort beheimatet ist, wo der Jet in Serie gefertigt wurde.

3.01.2020

Die letzte noch fliegende Lockheed JetStar wurde am 30. Dezember 2019 dem Aviation History imd Technology Center in Marietta übergeben. © Cobb County Government

Die vierstrahlige Lockheed JetStar war einer der ersten Business Jets der Welt. Am 4. September 1957 startete der Prototyp der L-1329, so die Bezeichnung des Musters, zu seinem Erstflug. Am 30. Dezember 2019 endete der aktive Flugdienst der JetStar auf dem Flugplatz Cobb County International Airport – McCollum Field.

Dort landete die letzte noch fliegende Lockheed JetStar um 09.00 Uhr morgens Ortszeit nach ihrem letzten Flug. Das 1966 gebaute Flugzeug gehörte früher einmal der saudischen Königsfamilie und war seit 30 Jahren im Besitz einer ungenannten Familie in Florida, die das Flugzeug nun dem Aviation History and Technology Center in Marietta übereignet hat. Der Wert des Flugzeugs, das annähernd 11.000 Flugstunden im Flugbuch stehen hat, lag zuletzt bei 300.000 US-Dollar.

John Poffenbarger steuerte die JetStar auf ihrem letzten Flug. Er hat sie in den letzten 21 Jahren geflogen und rund 3.000 Stunden auf ihrem linken Sitz verbracht. Wir können hier ein Kunstwerk erhalten“, sagte er der Zeitung Marietta Daily Journal. „Die Piloten, mit denen ich über die Lockheed gesprochen habe, sagten alle, dass die Lockheed das beste fliegende Flugzeug sei.“ 

Jetzt geht’s auf dem LKW ins Museum

Den letzten Weg zu ihrem endgültigen Standplatz im Museum wird die JetStar auf verschiedenen Lastwagen zurücklegen. Dazu wird sie demontiert. Ab dem Sommer soll das Flugzeug als eine von zwei JetStars im Aviation History and Technology Center zu sehen sein. 

Der Business Jet, von dem 202 Exemplare gefertigt wurden, bot seinen Nutzern eine Reichweite von 2.604 nautischen Meilen (4.822 Kilometer) und eine maximale Reiseflughöhe von 37.000 Fuß. Die maximale Reisegeschwindigkeit lag bei 438 Knoten.  Der Jet mit dem Kennzeichen N313JS wurde werksseitig mit vier Pratt & Whitney JT12A-Triebwerken ausgerüstet. Aber die letzten Besitzer hatten sie auf die effizienteren und weniger durstigen Garrett TFE731-Turbofans umbauen lassen.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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