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EA700 Eclipse Canada erhält Williams-Triebwerke

ONE Aviation kehrt zurück zu den Wurzeln der Eclipse: Bei seinem neuesten Projekt, dem Personal Jet EA700 "Project Canada" entschied sich das Unternehmen für ein Triebwerk aus dem Hause Williams International. 

8.06.2017

One Aviation wird die EA700 Canada mit FJ33-Triebwerken von Williams International ausrüsten. © One Aviation

ONE Aviation hat bekanntgegeben, dass der zweistrahlige Personal Jet EA700 Project Canada von zwei Turbofans des Typs FJ33-5A-12 angetrieben wird. Der Jet auf Basis der Eclipse 500/550, ist etwas größer als das Ausgangsmuster und verfügt über eine deutlich größere Reichweite. Entscheidend für die Erzielung der angestrebten Reichweite sind neben der zu transportierenden Treibstoffmenge vor allem die Triebwerke. Hier entschied sich ONE Aviation für die Williams FJ33. Die Eclipse 550 ist dagegen mit PW610F ausgerüstet. Das FJ33 treibt auch den Cirrus Jet SF50 Vision an.

Das Unternehmen gab die Triebwerksentscheidung im Rahmen des Jahrestreffens der Eclipse Jet Owners and Pilots Association (EJOPA) auf Amelia Island in Florida bekannt. Die Entscheidung kam für viele überraschend, denn man hatte damit gerechnet, dass der Hersteller bei einem Pratt & Whitey Canada-Turbofan bleiben würde. Die angestrebte Reichweite der EA700 beträgt 1.470 nautische Meilen, umgerechnet 2.722 Kilometer. Dies stellt nach Angaben von ONE Aviation die Reichweite bei maximaler Reisegeschwindigkeit dar.

FJ33 wird für die EA700 gedrosselt

Das FJ33 kann bis zu 1.900 lb Startschub liefern, wird bei der EA700 aber auf 1.200 lb Startschub gedrosselt. Dies wirkt sich positiv auf die Lebensdauer des Triebwerks aus. Das FJ33-5A wurde bereits im Frühjahr 2016 zugelassen.

Die EA700 soll die Eclipse 550 als Serienmodell ablösen. Bislang ist sie aber noch nicht geflogen. ONE Aviation wird die Produktion der Eclipse 550 Ende dieses Jahres, vielleicht auch erst Anfang nächsten Jahres einstellen. Die Produktion der Eclipse SE läuft aber weiter.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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