Homepage » Business Aviation » Embraer senkt die Kabinendruckhöhe der Legacy-Jets

Der brasilianische Flugzeughersteller hat auf der Dubai Airshow angekündigt, dass die maximale Kabinendruckhöhe der beiden Jets vom Typ Embraer Legacy 450 und Legacy 500 gesenkt wird.

Embraer baut die beiden Twinjets Legacy 450 und Legacy 500 in Melbourne, Florida. © Embraer

Embraer investiert in die Weiterentwicklung seiner Light und Midsize-Jets. Auf der Dubai Airshow in der vergangenen Woche hat der brasilianische Hersteller angekündigt, dass die maximale Kabinendruckhöhe bei den Legacy 450 und Legacy 500 ab 2018 nur noch bei 5.800 Fuß und nicht mehr bei 6.000 Fuß liegen wird. Die beiden Jets haben eine maximale Reiseflughöhe von 45.000 Fuß.

Höherer Kabinendruck für mehr Komfort

200 Fuß Unterschied mögen nicht nach viel klingen, machen aber beim Passagierkomfort einen spürbaren Unterschied. Eine niedrigere maximale Kabinendruckhöhe führt zu einer geringeren Belastung für den menschlichen Körper und zu weniger Müdigkeit auf Reisen. „Die Legacy 450 und die Legacy 500 setzen neue Standards im Segment der Midsize-Kabinen“, sagte Michael Amalfitano, Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraer Executive Jets in Dubai.

Auf der NBAA-BACE im Oktober 2017 stellte Embraer die neuen Sitze für die Legacy 500 vor. © Embraer

Um die niedrigere maximale Kabinendruckhöhe zu erreichen, hat Embraer den Kabinendruck von 9,3 psi auf 9,73 psi erhöht. Das Kabinenkontrollsystem der Flugzeuge sorgt automatisch dafür, dass der Kabinendruck bis auf eine Flughöhe von 27.050 Fuß (8.245 Meter) hinauf dem Druck auf Meereshöhe entspricht.

Ab dem ersten Quartal 2018 gehört der neue, höhere Kabinendruck zum Standard der beiden Jets. Besitzer von bereits ausgelieferten Flugzeugen können ihre Flugzeuge später auch nachrüsten lassen.

Embraer liefert die Legacy 500 seit 2014 aus und hat seitdem 46 Exemplare an Kunden übergeben. Die Embraer Legacy 450 kam ein Jahr später zur Erstauslieferung. Seitdem hat der Hersteller 25 Einheiten dieses Musters ausgeliefert.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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