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EU-Kommission bekräftigt Einführungsdatum für ADS-B

Die EU-Kommission hat in einem Schreiben bekräftigt, dass an den veröffentlichten Einführungsdaten für ADS-B in Europa nicht gerüttelt wird. Zur Umrüstung von Flugzeugen, die in der EU ab 2020 fliegen wollen, bleibt nun nur noch wenig Zeit.

6.08.2018

Garmin bietet das G1000 NXi auch für die Cessna Citation Mustang als Retrofit an. © Garmin International

Henrik Hololei hat in seiner Eigenschaft als Generaldirektor der EU-Kommission für Mobilität und Verkehr (DG MOVE) in einem Schreiben an den Industrieverband GAMA (General Aviation Manufacturers Association), der Aerobuzz.de vorliegt, betont, dass die veröffentlichten Zeitpunkte für die verpflichtende Einführung von ADS-B in Europa nicht mehr geändert oder verschoben werden.

Deadline ist der 7. Juni 2020

Ab dem 7. Juni 2020 müssen alle Flugzeuge in Europa, die schneller fliegen als 250 Knoten und/oder schwerer sind als 5,7 Tonnen, mit einem ADS-B-fähigen Transponder (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast) ausgerüstet sein. Für Flugzeuge, die in den Vereinigten Staaten fliegen, gilt die ADS-B-Pflicht sogar bereits ab dem 1. Januar 2020, egal ob sie N-registriert sind oder nicht. Betreiber von betroffenen Flugzeugen, die zu den veröffentlichten Zeitpunkten nicht umgerüstet sind, müssen damit rechnen, nicht fliegen zu dürfen! Für Bodenstationen gilt das Einführungsdatum 2. Januar 2020. Hololei schrieb, dass die endgültigen Zeitpunkte für die Einführung stünden und eingehalten werden müssen.

Die GAMA begrüßt diese klare Aussage der EU-Kommission, da sich nun jeder entsprechend darauf vorbereiten könne. ADS-B sei, so die GAMA, ein wertvolles Werkzeug für Piloten, da diese Technologie das Fliegen effizienter mache, die Sicherheit erhöhe und Zugang zum Luftraum garantiere.

Besitzer von betroffenen Flugzeugen wird geraten, mit der Umrüstung auf ADS-B nicht zu warten. Die Umrüstung werde, je näher die Deadlines rücken, nicht günstiger. Außerdem erwarten Avionikbetriebe eine steigende Nachfrage nach Umrüstungen, haben aber keine Möglichkeit, ihre Kapazitäten kurzfristig aufzustocken, da Avioniker und Prüfer auf dem Arbeitsmarkt schon heute schwer zu finden sind.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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