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Global 7500 fliegt jetzt auch mit EASA-Zulassung

Bombardiers neuester Business Jet, der Ultralangstreckenjet Global 7500, hat nach der kanadischen und der US-amerikanischen Zulassung nun auch die Zertifizierung der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erhalten.

8.02.2019

Auf der EBACE 2018 in Genf wurde der Ultralangstreckenjet von Global 7000 in Global 7500 umgetauft. © Bombardier

Nachdem sowohl die kanadische als auch die US-Luftfahrtbehörde im Herbst des vergangenen Jahres den neuesten Ultralangstrecken-Jet Global 7500 von Bombardier Business Aircraft zugelassen hat, darf der neue Geschäftsreisejet seit gestern auch mit der Registrierung eines Landes fliegen, das der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) angehört. Damit ist der Global 7500 in den wichtigen Marktregionen zertifiziert. Die ersten Auslieferungen an Kunden in Nordamerika sind bereits erfolgt.

Bombardier hat im Laufe des Programms den Global 7000 in Global 7500 umgetauft. © Volker K. Thomalla

„Mit dem Global 7500 haben wir die Business Aviation verändert“, sagte Michel Ouellette, Senior Vice President, Program Management and Engineering bei Bombardier Business Aircraft. „Dank der größten Reichweite in der Industrie kann das Flugzeug mehr internationale Städte nonstop miteinander verbinden und so neue Destinationen für unsere Kunden öffnen.“ 

Aus Global 7000 wurde Global 7500

Der von zwei Turbofans des Typs GE Aviation Passport angetriebene Geschäftsreisejet bietet seinen Nutzern eine Reichweite von 7.700 nautischen Meilen (14.260 Kilometer). Das sind 300 nautische Meilen (556 Kilometer) mehr als beim Programmstart errechnet. Aufgrund dieses Reichweiten-Zuwachses nannte Bombardier das Flugzeug während der Geschäftsluftfahrtmesse EBACE im Mai vergangenen Jahres um. Statt Global 7000 firmiert das Muster seitdem unter der Bezeichnung Global 7500.

Die Kabine bietet – wie bei einem Flugzeug dieser Preis- und Größenklasse zu vermuten ist – die modernste Kabinenausstattung inklusive einer überragenden Konnektivität, die Internetverbindungen wie zu Hause ermöglicht. Die Kabine ist 16,50 Meter lang und bietet vier verschiedene Zonen, die individuell bestückt werden können. Bis zu 19 Passagiere finden in der Kabine Platz. Damit die Passagiere auf den Langstreckenflügen so komfortabel wie möglich sitzen, hat Bombardier den Nuage-Sitz erfunden, der erstmalig in der Global 7500 eingebaut wird. Der derzeitige Preis für eine typisch ausgerüstete Global 7500 liegt bei rund 72 Millionen US-Dollar (umgerechnet 63 Millionen Euro).

Damit der Produktionshochlauf besser koordiniert werden kann, hat Bombardier Aerospace die Flügelproduktion für das Muster von der Triumph Gruppe zurückgekauft. Der kanadische Konzern wird nun in Eigenregie die Tragflächen für die Global 7500 in der ehemalige Triumph-Fabrik in Red Oak im US-Bundesstaat Texas mit den bisherigen Triumph-Mitarbeitern bauen. Die Übernahme der Produktion wurde einen Tag vor der Erteilung der EASA-Zulassung des Musters abgeschlossen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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