Homepage » Business Aviation » Gulfstreams neues Flaggschiff G700 ist zum ersten Mal geflogen

Gulfstream Aerospace hat gestern den Erstflug seines bisher größten Flugzeugs, des Ultralangstreckenjets Gulfstream G700, gefeiert. Die beiden Pearl 700-Triebwerke für das Flugzeug liefert Rolls-Royce Deutschland.

15.02.2020

Am 14. Februar 2020 startet die Gulfstream G700 zu ihrem Erstflug. © Gulfstream Aerospace

Am Freitag, den 14. Februar 2020, ist die erste Gulfstream G700 zu ihrem Jungfernflug gestartet. Der von zwei Pearl 700-Turbofans von Rolls-Royce angetriebene Ultralangstreckenjets startete um 13.19 Uhr Lokalzeit von der Piste 28 des Savannah/Hilton Head International Airport im US-Bundesstaat Georgia und landete nach einer Flugzeit von zwei Stunden und 32 Minuten wieder auf dem Startflugplatz.

Gulfstream Aerospace ist ein großer Befürworter der Nutzung von nachhaltigem Treibstoff für Flugzeuge und geht mit gutem Beispiel voran. Bei allen Firmenflügen nutzt der Hersteller eine Mischung aus SAF (Sustainable Aviation Fuel) und konventionellem Kerosin. Der Erstflug der G700 bildete dabei keine Ausnahme. 30 Prozent des Treibstoffs in den Tanks des neuen Ultralangstreckenjets waren SAF.

Die G700 ist der größte bisher von Gulfstream entwickelte und gebaute Business Jet. Das Unternehmen hatte sein neues Flaggschiff auf der NBAA-BACE im vergangenen Oktober in Las Vegas vorgestellt. Damals hatte Gulfstream bereist ein Video des ersten Exemplares bei Rollversuchen gezeigt.

Die Kabine der G700 setzt Maßstäbe

Die G700 bietet ihren künftigen Nutzern eine Reichweite von 7.500 nautischen Meilen, umgerechnet 13.890 Kilometer bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85, beziehungsweise 6.400 nautische Meilen (11.853 Kilometer) bei Mach 0.90. Damit nimmt der neue Jet den Wettbewerb mit der Bombardier Global 7500 auf, die mit einer Reichweite von 7.700 nautischen Meilen der Business Jet mit der höchsten Reichweite weltweit ist. Die G700 verfügt über die breiteste, längste und möchte Kabine aller Business Jets.

Mark Burns, der Präsident von Gulfstream Aerospace, sagte nach der Landung des Flugzeugs: „Der Erstflug der G700 ist ein bedeutsames Ereignis und der nächste Schritt in der Zukunftsvision von Gulfstream, einer Vision, die von der strategischen Führung unserer Muttergesellschaft General Dynamics und der Innovation des Gulfstream-Teams geleitet wurde.“

Dr. Dirk Geisinger, der Direktor für Business Aviation bei Rolls-Royce, sagte: „Dies ist ein wirklich großer Moment für uns alle, und wir sind sehr stolz darauf. Das hochmoderne Pearl 700 passt perfekt zur Gulfstream G700 und wird dazu beitragen, dass das Flugzeug eine konkurrenzlose Kombination aus Ultralangstreckenfähigkeit, Geschwindigkeit und Leistung bietet. Wir haben bereits mehr als 1.500 Teststunden und 5.000 Zyklen absolviert.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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