Homepage » Business Aviation » PlaneSense übernimmt die erste PC-24 von Pilatus

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hat gestern in seinem US-Werk in Broomfield, Colorado, den ersten "Super Versatile Jet" PC-24 an den glücklichen Erstkunden PlaneSense übergeben.

8.02.2018

Die Geschäftsführungen von Pilatus Aircraft Ltd und PlaneSense vor dem ersten Serienexemplar des neuen Business Jets. © Pilatus Aircraft

Das Fractional-Ownership-Unternehmen PlaneSense aus Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire hat gestern im Pilatus-Werk in Bloomfield im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die erste PC-24 übernommen. PlaneSense ist der Erstkunde für den zweistrahligen Jet und hat fünf weitere Exemplare beauftragt. Die Firma betreibt momentan eine Flotte von 36 einmotorigen Turboprop-Flugzeugen des Typs Pilatus PC-12, mit der sie hauptsächlich Ziele im Nordosten der USA anfliegt. Die PC-24 ergänzt das PlaneSense-Angebot um ein Jetmuster und wird es PlaneSense dank der höheren Geschwindigkeit des Jets ermöglichen, sein Einzugsgebiet nach Westen auszudehnen.

Nach der Übergabe in Broomfield flog eine PlaneSense-Crew den Jet in seine neue Heimat. © Pilatus Aircraft

George A. Antoniadis, Gründer, Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von PlaneSense, lobte bei der Übernahme in Colorado den Hersteller: „Heute ist ein aufregender Tag für uns! Wir fühlen uns sehr geehrt, Erstkunde der PC-24 zu sein und freuen uns, unseren Passagieren dieses schnelle und geräumige Flugzeug jetzt anbieten zu können. Wir haben seit 22 Jahren PC-12 im Einsatz und wir verstehen Pilatus, die Menschen dahinter, die Qualität und die Zuverlässigkeit, die sie unserem Unternehmen bieten.“

PlaneSense ist langjähriger Kunde von Pilatus

Antoniadis übernahm die Schlüssel für den „Super Versatile Jet“, wie Pilatus das Flugzeug charakterisiert, von Markus Bucher, dem Hauptgeschäftsführer von Pilatus. Bucher sagte: „Wir haben seit der Konzeption dieses innovativen, neuen Jets vor einem Jahrzehnt auf diesen Moment hingearbeitet. Im Namen aller 2.000 Pilatus-Mitarbeitenden, die das beste Geschäftsflugzeug in unserer 80-jährigen Firmengeschichte erfolgreich gebaut haben, sind wir stolz, dass unser langjähriger Kunde und Partner PlaneSense jetzt die erste PC-24 erhält.“

Freuen sich über die erste Auslieferung einer PC-24: Thomas Bosshard, Präsident von Pilatus Business Aircraft (li.), George Antoniadis, CEO und Präsident PlaneSense und Markus Bucher, CEO von Pilatus Aircraft Ltd. © Pilatus Aircraft

 

Das gestern übergebene Flugzeug trägt die Seriennummer 101 und das FAA-Kennzeichen N124AF. Es war von Stans aus über die Nordatlantikroute nach Broomfield überführt worden.

Antoniadis sagte weiter: „Viele unserer Besitzer fliegen gerne kleine Flugplätze an, was ihnen mit der PC-24 eine enorme Zeitersparnis bringt. Die PC-24 ist der einzige Business Jet, der es uns ermöglicht, dieselben kleinen Flughäfen zu benutzen, die unsere Kunden von der PC-12 gewohnt sind.“

FlightSafety Internationals PC-24-Simulator hat die FAA-Zulassung nach Level C erhalten. © FlightSafety International

Naturgemäß gehören die Crews des Erstkunden auch zu den ersten Piloten, die auf dem neuen Muster trainiert werden. Dies war auch bei vier Piloten von PlaneSense der Fall. Sie absolvierten als weltweit erste Piloten ihr Type Rating Training im Learning Center von FlightSafety International in Dallas in Texas, wo auch der erste Full-Motion-Level-D Simulator für die PC-24 steht. Nun folgt für die Crews noch eine spezielle Qualifizierung für mehrere hochgelegene Flugplätze. Danach führen sie Demoflüge für bestehende und potenzielle Kunden durch.

George A. Antoniadis machte keinen Hehl von seiner Begeisterung für das Flugzeug. Er kündigte an, dass er weitere Exemplare des neuen Musters bestellen werde, wenn Pilatus das Auftragsbuch wieder öffnet.

 

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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