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S7 Airlines-Besitzerin stirbt bei Absturz bei Egelsbach

Gestern ist ein sechssitziges Reiseflugzeug beim Anflug auf den Flugplatz Egelsbach abgestürzt. Alle drei Insassen kamen dabei ums Leben, unter ihnen auch die russische Unternehmerin Natalija Filjowa, die Miteigentümerin der Fluggesellschaft S7 Airlines. 

1.04.2019

© VKT Words and Wings 2018

Beim Absturz eines einmotorigen, sechssitzigen Turboprop-Flugzeugs vom Typ Epic LT am Sonntagnachmittag in der Nähe von Egelsbach sind drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Insassen des in Russland registrierten Flugzeugs befand sich auch die russischen Unternehmerin Natalija Filjowa (55), eine der Gesellschafterinnen der S7 Airlines und eine der wohlhabendsten Frauen Russlands. Ihr Mann Wladislaw Filjow ist der Hauptinvestor bei Epic Aircraft, dem Hersteller des verunglückten Flugzeugs.

Dem Ehemann gehört Epic Aircraft

Die Epic LT war gegen 14.00 Uhr Ortszeit in Cannes-Mandelieu in Südfrankreich gestartet und sollte planmäßig gegen 15.30 Uhr in Egelsbach landen. Beim Anflug auf Egelsbach – wo bestes Flugwetter herrschte – meldete sich der Pilot für einen Flugregelwechsel vom Instrumentenflug zum Sichtflug um 15.22 Uhr bei dem Lotsen der DFS ab und sollte auf die Frequenz des Flugplatzes Egelsbach wechseln. Danach stürzte das Flugzeug auf ein Spargelfeld und brannte komplett aus. Die Trümmer des komplett aus Kohlefaser gebauten Flugzeugs lagen nur in einem Umkreis von 20 Metern verstreut.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) hat ihre Arbeit aufgenommen. Nach Angaben der S7 Airlines sollen auch russische Unfallforscher an der Untersuchung des Absturzes beteiligt werden.

Epic Aircraft ist mit der Zulassung seiner Epic E1000 auf der Zielgerade, sagt das Unternehmen. © Paul Kaps

Epic Aircraft hatte die Epic LT seinerzeit als Selbstbauflugzeug angeboten. Über die Bemühungen, das Flugzeug als Serienflugzeug durch die FAA zuzulassen, war der Hersteller aus Bend im US-Bundesstaat Oregon in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Nachdem Wladislaw Filjow als Hauptinvestor eingestiegen war, verfügte die Firma wieder über die Mittel, um die Turboprop-Single als Epic E1000 durch die Zulassung zu bringen. Mit der Zulassung des Musters rechnet Epic Aircraft fest für dieses Jahr.

Volker K. Thomalla

 

 

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