Homepage » General Aviation - news » Zeugen: Icon-Pilot flog „Kunstflug“ vor dem Absturz

Zeugen: Icon-Pilot flog „Kunstflug“ vor dem Absturz

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB untersucht den Absturz einer Icon A5, bei dem der ehemalige Baseball-Profi Roy Halladay ums Leben kam. Zeugen berichten, dass der Pilot vor dem Crash waghalsige Flugmanöver geflogen habe.

9.11.2017

Der ehemalige Baseball-Profi Roy Halladay postet das Foto von sich und seiner Icon A5 auf Twitter. © Roy Halladay

Das National Transportation Safety Board (NTSB) untersucht den Absturz der Icon A5 am 7. November vor der Westküste Floridas. Der einzige Insasse des Amphibien-LSAs kam bei dem Absturz ums Leben. Die Unfallursache muss durch das NTSB noch geklärt werden.

Nun haben sich Zeugen zu Wort gemeldet, und es sind Videos aufgetaucht, die das Flugzeug vor dem Absturz zeigen. Von dem Absturz selbst gibt es keine Bilder. Auf tmz.com wurde ein Video veröffentlicht, das der Insasse eines Bootes gemacht hatte. Er war erst durch die „waghalsige“ Flugweise auf das Flugzeug aufmerksam geworden und hatte deswegen sein Handy gezückt. Das Video zeigt, wie die Icon A5 häufig die Höhe wechselt und einige Male knapp über der Wasseroberfläche fliegt. Auch ist zu sehen, dass die Maschine in Steilkurven fliegt. Auf dem Video ist zu hören, wie einer der Zeugen mehrfach flucht („Holy Shit“ und „What the fuck?“) und sich fragt, was der Pilot mit dem Flugzeug da gerade mache.

Absturz im Flachwasser

Das Flugzeug stürzte in rund 1,20 Meter flachem Wasser ab und wurde völlig zerstört kieloben schwimmend gefunden. Mittlerweile habe die Ermittler das Wrack vollständig geborgen. Zwei Datenaufzeichnungsgeräte seien ebenfalls geborgen worden und würden nun zur Auswertung in ein NTSB-Labor geschickt, schilderte die zuständige Ermittlerin gestern der Presse. Bis zur Feststellung der Unfallursache würden bis zu zwei Jahre vergehen, so die Unfallforscherin.

Der 40-jährige Pilot hatte nach Angaben des NTSB seine Lizenz nach dem Abschluss seiner Karriere als Profisportler 2013 gemacht. Er war von frühester Kindheit an mit der Luftfahrt vertraut, da sein Vater als Pilot Business Jets flog. Halladay besaß eine Cessna Caravan und hatte eine Instrumentenflugberechtigung. Seine Gesamtflugerfahrung wurde auf rund 700 Flugstunden beziffert.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.