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Cessna beginnt mit Denali-Produktion

Textron Aviation hat in Wichita mit der Fertigung der ersten Komponenten für die Turboprop-Single Cessna Denali begonnen. Die ersten Exemplare werden jedoch nicht fliegen, sie werden für Struktur- und Ermüdungstests herangezogen.

19.05.2017

In Wichita entstehen die ersten Rumpfsegmente der Turboprop-Einmot Cessna Denali. Diese Segmente werden für Strukturtests verwendet. © Textron Aviation

Bei Cessna in Wichita läuft die Fertigung der ersten Exemplare der neuen einmotorigen Turboprop Cessna Denali an. Die ersten Komponenten sind im Bau, darunter Rumpfsegmente sowie die 1,34 Meter mal 1,50 Meter große Frachttür im Rumpfheck. Die ersten Denali-Exemplare werden sich jedoch nie in die Luft erheben. Textron Aviation nutzt sie zu Struktur- und Ermüdungstests.

Cessna hat mit der Fertigung der ersten Komponenten für die einmotorige Cessna Denali begonnen. © Textron Aviation

Das Treibstoffsystem des neuen Musters steht bereits in der Erprobung. Testingenieure prüfen es auf dem Prüfstand, dem so genannten Iron Bird. Nach Angaben des Herstellers haben diese Tests schon wertvolle Erkenntnisse gebracht, die das Entwicklungsteam jetzt einarbeitet. Auch der Propeller muss sich schon beweisen. McCauley hat die Fünfblatt-Luftschraube aus Faserverbundwerkstoffen schon bei maximaler Drehzahl erfolgreich getestet. Die Vibrationstests sowie die Vogelschlagtests des Propellers sind sogar schon abgeschlossen.

Propellertests sind bereits abgeschlossen

Die Cessna Denali ist eine einmotorige Turboprop, die vor allem dem Marktführer in diesem Segment, der Pilatus PC-12 Marktanteile abjagen soll. Im Pflichtenheft des Musters stehen eine Reisegeschwindigkeit von 285 Knoten, eine Zuladung bei voller Betankung von 499 Kilogramm, sowie eine Reichweite von 1.600 nautischen Meilen (2.963 Kilometer) bei hoher Reisegeschwindigkeit. Avionikseitig haben sich die Denali-Konstrukteure für das G3000 von Garmin International entschieden. Als Antrieb erhält das Muster die neue Propellerturbine Advance Turboprop von GE Aviation, die derzeit in Europa entwickelt wird.

Das Flugzeug ist auf Flexibilität im täglichen Einsatz getrimmt. Es verfügt über einen ebenen Kabinenboden, der einen schnellem Wechsel der Einrichtung von einer Passagierversion in eine Frachtversion ermöglicht. Neben der Frachtversion bietet der Hersteller eine Executive-Variante mit sechs Sesseln oder eine Commutervariante mit neun Passagiersitzen an. Cessna  stattet die Denali mit einem digitalen Kabinendrucksystem aus, das die Kabinendruckhöhe bei maximal 6.130 Fuß hält, selbst, wenn die Denali auf Dienstgipfelhöhe von 31.000 Fuß steigt.

Als erstes Flugzeug seiner Klasse erhält die Denali optional ein extern entleerbares WC. Dieses darf, weil es über einen Sitzgurt verfügt, auch bei Start- und Landung als Passagiersitz genutzt werden.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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