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Cirrus hat die SF50 Vision G2 vorgestellt

Cirrus Aircraft hat eine aktualisierte Version des einstrahligen Personal Jets Cirrus SF50 Vision vorgestellt. Der Vision Jet G2 – für Generation 2 – hat bereits den behördlichen Segen in Form einer FAA-Zulassung erhalten, deswegen kann der Hersteller schon in diesem Monat mit den Auslieferungen an Kunden beginnen. 

9.01.2019

Cirrus hat am 8. Januar 2019 mit der SF50 G2 die neueste Generation seines Personal Jets vorgestellt. © Cirrus Aircraft

Auch wenn die Entwicklung und die Zulassung des Personal Jets Cirrus SF50 Vision länger gedauert hat als ursprünglich geplant, ist die Geschichte des einstrahligen Jets eine Erfolgsgeschichte. Momentan fliegen fast 100 Vision Jets weltweit, und der Gewinn der prestigeträchtigen Collier Trophy im vergangenen Jahr ist ein Beweis für die Anerkennung der Leistung, die hinter der Realisierung des Programms steht.

Doch der Hersteller aus Duluth im US-Bundesstaat Minnesota hat sich auf diesen Lorbeeren nicht ausgeruht und seine Ingenieure schon frühzeitig wieder an die Konstruktionscomputer gesetzt, um das einstrahlige Muster zu verbessern. Gestern präsentierte er eine überarbeitete Version des Vision Jets, den VisionJet G2. Das G2 in der Bezeichnung steht für „Generation 2“. Die Überarbeitung des Flugzeugmusters geht deutlich über kosmetische Änderungen hinaus und rechtfertigt die G2-Bezeichnung.

Die G2 hat das Garmin Perspective Touch+

Der Vision Jet G2 ist mit dem neuen Avionikpaket Perspective Touch+ von Garmin ausgerüstet, das mit schnelleren Prozessoren und Bildschirmen mit höherer Auflösung besticht. Eine neue, smarte Lithium-Ionen-Batterie von True Blue Power ist leichter als der bisher verwendete Energiespeicher.

Der Jet verfügt nun über Auto Throttle-Funktionalität von Garmin, was zuvor in keinem Leichtjet angeboten wurde, und zum Teil nicht einmal bei größeren Jets verfügbar ist. Auto Throttle reduziert die Arbeitsbelastung des Piloten deutlich, und bietet in Verbindung mit der ESP-Funktionalität (Electronic Stability & Protection) eine zusätzliche Sicherheitsreserve. Im Falle eines Stalls beispielsweise nimmt der Autopilot – auch wenn er nicht eingeschaltet ist – automatische die Flugzeugnase nach unten, und Auto Throttle stellt die der Situation angepasste Gashebelstellung ein.

Cirrus hat bisher fast 100 Exemplare seines Personal Jets Cirrus SF50 Vision produziert. © Volker K. Thomalla

Die maximale Flughöhe steigt mit der G2 auf FL 310, und dort kommt die verbesserte Höhenleistung des FADEC-gesteuerten Williams FJ33-5A-Triebwerks besonders zur Geltung. In FL 310 erreicht das Flugzeug eine maximale Geschwindigkeit von 305 KTAS. Mit Long Range Cruise Speed von 240 KTAS bietet die G2 ihren Nutzern eine um 100 nautische Meilen (185 Kilometer) vergrößerte Reichweite von über 1.200 nautischen Meilen (2.222 Kilometer).

Als Kaufpreis für die G2 ruft Cirrus Aircraft eine Spanne zwischen 2,38 Millionen US-Dollar (2,08 Millionen Euro) für die Basisversion und 2,75 Millionen Dollar (2,40 Millionen Euro) für die mit Sonderausstattung versehene G2 Elite auf. Der Hersteller hat die Modifikationen bereits von der US-Luftfahrtbehörde FAA absegnen lassen und kann deshalb bereits in diesem Monat das erste Exemplar des Vision Jet G2 in seinem Cirrus Aircraft Vision Center in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee beginnen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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