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Das fliegende Auto Terrafugia wird chinesisch

Die 2006 gegründete Terrafugia Inc., die sich erfolgreich mit der Entwicklung und dem Bau von fliegenden Autos beschäftigt, ist komplett von einem chinesischen Investor übernommen worden. Der Deal wurde bereits von den Behörden genehmigt.

20.11.2017

Das fliegende Auto Terrafugia TF-X soll schon ab 2019 verfügbar sein. © Terrafugia

Die chinesische Zhejiang Geely Holding Group, die auch Hauptanteilseigner des schwedischen Autobauers Volvo und der englischen Sportwagenschmiede Lotus ist, hat die im Juli angekündigte Übernahme des US-Flugauto-Herstellers Terrafugia, Inc. abgeschlossen. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die Firma, die von fünf Absolventen der berühmten Hochschule „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT) gegründet wurde, hat bereits mehrere fliegende Prototypen ihres Gefährts in die Luft gebracht, wo sie über 100 Flugstunden Erfahrung gesammelt haben. Ihre erklärten Ziel sind nach wie vor, bis 2019 ein Flugauto auf den Markt zu bringen und ab 2023 ein senkrecht startendes und landendes Flugauto mit der Bezeichnung Terrafugia TF-X in Serie zu bauen.

Terrafugia arbeitet an dem futuristischen TF-X, einem fliegenden Auto, das in acht bis zehn Jahren produktionsreif sein könnte. © Terrafugia

Die Firma hat versichert, dass die Entwicklung und die Produktion weiterhin in den Vereinigten Staaten bleiben sollen. Nach der Ankündigung der Übernahme hat Terrafugia in Abstimmung mit dem Käufer die Zahl der beschäftigten Ingenieure verdreifacht. Der Firmengründer Carl Dietrich sagte: „Wir haben Terrafugia mit der Vision begonnen, die Zukunft des Transportwesens durch fliegende Autos zu verändern, die eine neue Dimension der persönlichen Freiheit eröffnen. Ich bin zuversichtlich, das wir als Teil der Geely Holding Group diese Vision verwirklichen können und darüberhinaus auch einen kaufmännischen Erfolg erreichen können, indem wir die Synergien der global agierenden Geely Holding Group nutzen.“

Zahl der Ingenieure verdreifacht

Der Vorstand und die Geschäftsführung des Unternehmens wurden mit dem Abschluss der Übernahme umgebaut. Der Vorstand besteht nun aus fünf Mitgliedern. Der Firmengründer Carl Dietrich wird weiter dem Vorstand angehören, sich aber künftig in seiner Rolle als Chief Technology Officer (CTO) mehr um die Verwirklichung der Technologien für fliegende Autos kümmern. Chris Jaran, ein früherer Manager von Bell Helicopter China, übernimmt ab sofort den Posten als Hauptgeschäftsführer (CEO).

Fabrice Morlon

 

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