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Diamond Aircraft will Produktion verdoppeln

Nach etwas mehr als einem Jahr unter der Führung des neuen chinesischen Besitzers hat Diamond Aircraft die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt. Diamond wird die Produktionskapazitäten ausbauen und langfristig in innovative Projekte und neue Produkte investieren. 

11.04.2019

Auch Composite-Flugzeuge müssen nicht immer weiß sein. Das beweist Diamond Aircraft mit seinen farbigen DA42 und DA62 auf der AERO in Friedrichshafen. © Volker K. Thomalla

„Es war ein Jahr des Übergangs“, sagte der Diamond Aircraft-Hauptgeschäftsführer (CEO) Frank Zhang gestern auf einer Pressekonferenz seines Unternehmens auf der AERO in Friedrichshafen. Er trat erstmalig auf der Messe auf, denn Diamond Aircraft hat bisher nur alle zwei Jahre auf der AERO ausgestellt, deswegen war der neue CEO auch erst 2019 erstmalig als Aussteller in Friedrichshafen.

Mit dem neuen Eigentümer Wanfeng Auto Holding Group dreht Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt auf einen ehrgeizigen Wachstumskurs. Verließen im vergangenen Produktionsjahr noch 140 Flugzeuge die Fertigung, so sollen es in diesem Jahr bereits 250 Flugzeuge sein. Im Jahr 2020 will der Hersteller sogar 300 Flugzeuge produzieren und damit seine Produktion innerhalb von nur zwei Jahren verdoppeln. „Wir folgen dem Bedarf und gehen mit dem Markt“, sagte Zhang.

Drei Standorte auf drei Kontinenten

Diamond Aircraft produziert derzeit an drei Standorten weltweit. Diamond Aircraft Canada in London, Ontario, soll Flugzeuge für die Märkte in Nord- und Südamerika herstellen, während Diamond Aircraft in Wiener Neustadt Europa, Afrika und die GUS-Staaten bedienen soll. Diamond Aircraft in China schließlich soll für China und Teile Asiens Flugzeuge liefern. „Wir wollen eine der weltweit führenden Firmen in unserem Segment werden. Das ist ganz klar unser Ziel“, sagte Zhang. Seit der Übernahme durch den chinesischen Investor Ende Dezember 2017 hat Diamond Aircraft an seinen Standorten die Zahl der Beschäftigten von 950 auf 1.200 gesteigert. In Wiener Neustadt sind 700 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 100 Ingenieure.

Und die sind gut beschäftigt, nicht nur durch den geplanten Produktionshochlauf, sondern auch mit mittel- und langfristigen, innovativen Projekten. Zu dem hybrid-elektrischen Flugzeug auf Basis der DA40, das im November letzten Jahres seinen Erstflug absolviert hatte, sagte Zhang, dass es sich dabei nicht um ein kurz-, sondern um ein langfristigen Projekt handele. Auf Nachfrage von Aerobuzz definierte der neuen Firmenchef, dass kurzfristige Projekte das nächste Jahre beträfen, mittelfristige die nächsten zwei bis fünf Jahre und alle Projekte, die für einen Zeitraum größer fünf Jahren geplant seien, als langfristige Projekte angesehen würden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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