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Dornier Seawings Seastar ist erstmalig geflogen

Das deutsch-chinesische Unternehmen Dornier Seawings hat heute einen wichtigen Programm-Meilenstein gefeiert: Der erste Prototyp der neuen Seestar-Amphibienflugzeug-Generation ist in Oberpfaffenhofen zu seinem ersten Flug aufgestiegen. 

28.03.2020

Der Prototyp der neuen Dornier Seastar der neuen Generation ist am 28. März 2020 erstmalig geflogen. © Dornier Seawings

Der erste Prototyp des zweimotorigen Amphibienflugzeugs Dornier Seawings Seastar ist heute vom Sonderflughafen Oberpfaffenhofen zu seinem Erstflug gestartet. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen D-IDSW und der Seriennummer SN1003 war bei dem ersten Flug 31 Minuten in der Luft.

Wolfram Cornelius, der Cheftestpilot des Unternehmens, sagte nach der Landung: „Wir haben den Erstflug erfolgreich abgeschlossen Er hat die guten Flugeigenschaften des Seastar bestätigt. Alle Systeme funktionierten einwandfrei. Das fortschrittliche Avioniksystem entspricht dem neuesten Stand der Technik und ist eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung.“ 

Zwei PT-6A-Turboprops

Das Flugzeug hatte im September 2017 in Oberpfaffenhofen Roll-out gefeiert. Die Seastar ist mit zwei PT6A-Turboprop-Antrieben in Tandemkonfiguration ausgerüstet, die je 650 Wellen-PS leisten und zwei Fünfblatt-Composite-Propeller antreiben. Die Seastar kann bis zu zwölf Passagiere transportieren und hat bei einer Reisegeschwindigkeit von 180 Knoten eine Reichweite von rund 900 nautischen Meilen (1.660 Kilometer).  Die maximale Abflugmasse des Kunststoff-Flugzeugs gibt der Hersteller mit 5.098 Kilogramm an, und die Startrollstrecke an Land beträgt 700 Meter. Im Wasser kann das Flugzeug auch bei Wellenhöhen von 60 Zentimeter noch starten.

Die neue Version der Seastar unterscheidet sich von der 2009 vorgestellten Version durch ein neues Interieur mit Klimaanlage und ein neues Avionikpaket vom Typ Honeywell Primus Epic 2.0. Der japanische Zulieferer Sumitomo hat für die Seastar ein korrosionsbeständiges Fahrwerk gebaut, und das Bugrad wird nun elektromechanisch gesteuert. Ein so genannter Hydro-Thruster soll für bessere Manövrierbarkeit auf dem Wasser sorgen.

Dank des Rumpfes aus Faserverbundwerkstoffen ist die Zelle quasi korrosionsfrei. Das Flugzeug kann sowohl für den Transport von Fracht als auch für Passagierflüge konfiguriert werden. Im Mai des vergangenen Jahres hat der Hersteller auch eine Special-Mission-Variante des Flugzeugs gelauncht, die unter der Bezeichnung Orca Kunden angeboten wird.

Volker K. Thomalla

 

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