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Dornier Seawings sichert sich 150-Mio.-Euro Investment

Der Amphibienflugzeug-Hersteller Dornier Seawings hat von seinen Anteilseignern eine weitere Finanzierung bekommen. Damit soll die Entwicklung der Version CD2 und der Aufbau der Serienfertigung finanziert werden.

13.11.2018

Dornier Seawings will die Seastar CD2 sowohl in Oberpfaffenhofen als auch in Wuxi in China bauen. © Dornier Seawings

Der chinesisch-deutsche Flugzeughersteller Dornier Seawings hat sich eine weitere Finanzierungstranche von seinen Anteilseignern gesichert. Bereits im September dieses Jahres hätten die Gesellschafter einer Investition in Höhe von 150 Millionen Euro zugestimmt, teilte das Unternehmen nun mit.

Dornier Seawings produziert das zweimotorige Amphibienflugzeug Dornier Seastar am Standort Oberpfaffenhofen. Das Unternehmen will die zusätzlichen Mittel verwenden, um die weitere Entwicklung der Version Seastar CD2 zu finanzieren und die Fertigungskapazitäten zu erweitern. Der erste Prototyp der neuen Seastar-Version hatte im August 2017 sein Roll-out in Oberpfaffenhofen gefeiert. Er soll nach Abschluss einiger Modifikationen und Zulassungstests zu seinem Erstflug abheben.

Dornier Seawings, der Hersteller des Amphibienflugzeugs Seastar, hat von seinen Anteilseignern eine weitere Finanzierungstranche in Höhe von 150 Millionen Euro erhalten. © Dornier Seawings

Dornier Seawings plant den Aufbau einer weiteren Produktionsstätte in Wuxi  an der Mündung des Jangstekiang an der Ostküste Chinas. Dornier Seawings will die industriellen Kapazitäten nutzen, um dort „neue Luftfahrtprodukte zu implementieren, die die bestehende Produktpalette ergänzen“.

12 Passagiere, 900 NM Reichweite

Die Dornier Seastar CD2 soll über eine maximale Reichweite von 900 nautischen Meilen (1.667 Kilometer) verfügen und zwölf Passagiere befördern können. Das Flugzeug ist kompakt gebaut: Die Länge beträgt 12,70 Meter, die Spannweite 17,764 Meter und die Höhe an Land 4,73 Meter. Die maximale Startmasse des aus Faserverbundwerkstoffen gefertigten Flugzeugs beträgt 5.150 Kilogramm, die maximale Reisegeschwindigkeit 180 Knoten (TAS), umgerechnet 333 km/h. Die beiden in Tandemanordnung über dem Tragflügel installierten Turboprop-Triebwerke vom Typ PT6A-135 von Pratt & Whitney Canada leisten je 650 Wellen-PS. Die beiden Propeller der Seastar stammen aus deutscher Fertigung von MT-Propeller aus Atting. Bei Wasserstarts unter ISA-Bedingungen beträgt die Startstrecke über ein 11-Meter-Hindernis 1.050 Meter, bei Starts von einer Piste aus nur 684 Meter.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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