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EAA AirVenture: Das größte Fly-in der Welt startet heute

Das EAA AirVenture in Oshkosh gehört zu den Veranstaltungen, zu der jeder Luftfahrt-Enthusiast einmal im Leben gepilgert sein muss. Nirgendwo sonst auf der Welt trifft man so viele Flugzeuge und Flugzeugverrückte auf einem Flugplatz wie beim EAA AirVenture. Das Spektakel beginnt heute. 

23.07.2018

Flugzeuge, so weit das Auge reicht: Das ist Oshkosh pur. © EAA

Das EAA AirVenture, das größte Fly-in der Welt, beginnt heute auf dem Wittman Regional Airport in Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin. Mit rund einer halben Millionen Besuchern und über 12.000 Flugzeugen, die in den nächsten sieben Tag den Flugplatz bevölkern, ist es auch die größte Luftfahrtveranstaltung der Welt.

Was vor 65 Jahren in Rockford, Illinois, als lokales Treffen einiger Enthusiasten begann, die sich über den Selbstbau von Flugzeugen austauschen wollten, hat in den Jahren sehr schnell erst nationale und dann globale Bedeutung erlangt. Piloten und Luftfahrtbegeisterte aus der ganzen Welt machen das EAA AirVenture immer zu einem weltweit bedeutenden Ereignis.

Impressionen vom EAA AirVenture:

Die Experimental Aircraft Association (EAA), die Vereinigung der Flugzeug-Selbstbauer aus Oshkosh, stellt die Veranstaltung immer unter ein Motto, um auf bestimmte Ereignisse oder besondere Jahrestage hinzuweisen. In diesem Jahr gedenkt die EAA nicht nur des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, sie erinnert auch an die Gründung der britischen Royal Air Force (RAF) vor 100 Jahren. Deshalb bilden historische Fluggeräte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs als auch historische Flugzeuge der RAF einen Schwerpunkt des EAA AirVenture 2018.

Aber Oshkosh ist viel mehr als das. Oshkosh ist auch ein Gradmesser für die Lebendigkeit und Vielfalt der Allgemeinen Luftfahrt. Für die Hersteller und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um die General Aviation ist das einwöchige Ereignis ein wichtiger Marktplatz. Die Besucher freuen sich über die relaxte Atmosphäre des Treffens, genießen die umfangreiche, tägliche Flugshow, bilden sich zu fliegerischen Themen weiter und sind offen für Neuheiten der Hersteller. Kein Wunder, dass Produktlaunches und Präsentationen zum Standardprogramm des Ereignisses gehören.

10.000 Van’s Aircraft

Das EAA AirVenture setzt Maßstäbe. 2014 wagten die Veranstalter, ein Projekt namens „One Week Wonder“ ins Leben zu rufen. Damals ging es darum, während des AirVentures ein komplettes Flugzeug Zenith CH750 aus einem Bausatz zu bauen. Das Projekt gelang mit Hilfe von Hunderten Freiwilligen – natürlich unter Aufsicht von erfahrenen Prüfern und Amateurflugzeugbauern. In diesem Jahr gibt es zum zweiten Mal ein „One Week Wonder“-Projekr. Von heute an wollen Freiwillige in einer Woche einen Bausatz einer Van’s Aircraft RV-12iS in ein fliegendes Flugzeug verwandeln. Der Bausatz-Hersteller Van’s Aircraft aus Oregon feiert in diesem Jahr die Fertigstellung des 10.000 Flugzeugs. Damit ist Van’s der erfolgreichste Kitplane-Hersteller der Welt.

Das EAA AirVenture ist auch in die Zukunft gerichtet. Im Lindbergh Innovation Forum, das morgen stattfindet, stellen verschiedene Hersteller und Technologie-Firmen ihre Visionen für die Zukunft der Luftfahrt vor. Kommen unbemannte Fluggeräte als urbanes Transportmittel der Zukunft? Wie ist der Stand der Dinge beim Elektroflug? Wie kann künstliche Intelligenz die Flugsicherheit erhöhen? Dies sind nur drei der spannenden Fragen, die hochrangige Spezialisten öffentlich diskutieren.

Oshkosh ist vielfältig, informativ, spannend und immer wieder ein Erlebnis, das jeden, der einmal dabei gewesen ist, immer wieder in seinen Bann zieht.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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