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Flight Design präsentiert eine völlig neue Einmot-Familie

Flight Design hat auf der AERO seine neue, modular aufgebaute Einmot-Familie  präsentiert. Die Flugzeuge sind komplette Neu-Entwürfe. Zunächst sind drei Modelle geplant: Zwei Doppelsitzer (F2) sowie ein Viersitzer F4. Der Erstflug der elektrisch angetriebenen F2e soll schon in wenigen Tagen erfolgen, die F2 mit Rotax-Motor hat schon ihre Lufttaufe erlebt.

12.04.2019

Die Endurance des Prototyps der F2e von Flight Design beträgt rund 40 Minuten, bei den Serienflugzeugen soll die Batteriekapazität für zwei Stunden Flugzeit reichen. © V. K. Thomalla

Der Flugzeughersteller Flight Design hat die AERO 2019 genutzt, um seine neueste Erweiterung seiner Produktpalette der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Hersteller will gleich drei neue Einmots auf den Markt bringen. In Friedrichshafen zeigte Flight Design die beiden Doppelsitzer F2 und F2e. Während die F2 von einem Rotax 912iS-Vierzylinder mit Flüssigkühlung angtrieben wird, dient bei der F2e ein Siemens-Motor als Antriebsquelle. Bei der viersitzigen F4 sorgt der stärkere Vierzylinder-Motor Rotax 915iS für den notwenigen Vortrieb. In Zukunft kann sich der Hersteller aber auch die Integrationen anderer Antriebskonzepte wie etwa eines Hybrid- oder eines Brennstoffzellen-Antriebs vorstellen.

Flight Design F2e

Die rein elektrisch betriebene F2e steht nach Angaben eines Firmensprechers wenige Tage vor ihrem Erstflug, der nach der Messe in Eisenach-Kindel (EDGE) stattfinden soll. Die Rotax-angtriebene F2 ist schon geflogen. Flight Design strebt die Zulassung des Flugzeugs nach CS-23 für den November 2020 an. Als Basispreis für die F2e nennt Flight Design auf der AERO 144.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Während der Prototyp der F2e noch mit einer Endurance von 40 Minuten aufwartet, werden die Serienflugzeuge zwei Stunden Flugzeit ohne nachzuladen fliegen können, sagt der Hersteller. Beim Motor für das erste Exemplar hat sich das Unternehmen für einen Siemens-Motor mit 70 kW entschieden.

Die Batterien wiegen 280 Kilogramm

Die Batterien der F2e wiegen insgesamt  Kilogramm, die maximale Abflugmasse des Flugzeugs beträgt 950 Kilogramm. Die Energiespeicher sind im gesamten Flugzeug verteilt: Rund 50 Kilogramm in den Flügelwurzeln, der Rest verteilt sich auf den Motorraum und das Gepäckfach. Die Batterien sind nicht für einen schnellen Batteriewechsel vorgesehen. Stattdessen will Flight Design mithelfen, dass die Infrastruktur mit Schnellladestationen an den Flugplätzen aufgebaut wird.

Die F2 und die F4 haben einige Sicherheitseigenschaften, die der Hersteller von Anfang an bei der Konstruktion der Flugzeugfamilie berücksichtigt hat. Neben einem Gesamtrettungssystem AEPS (Airframe Emergency Parachute System) im Gepäckabteil gehört zum Sicherheitskonzept auch eine crashresistente Zelle sowie eine trudelresistente Auslegung des Flügels. Außerdem gibt es Amsafe Airbags für die Insassen.

Die Avionik steuert Garmin International in Form des G3X touch bei, als  Produktionspartner hat FlightDesign den chinesischen Hersteller FuXiang Technologies gewonnen. Gebaut werden soll die F2-/F4-Familie in der Ukraine, wo auch alle anderen Flight-Design-Flugzeuge entstehen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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