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Norwegen verbietet Sichtflüge und schließt Flugplätze

Norwegen schließt in einem ersten Schritt neun Flugplätze, um Ressourcen zu bündeln. Der staatliche Flughafenbetreiber Avinor will damit zu einer Eindämmung des Coronavirus beitragen. Außerdem gilt bereits seit dem 15. März ein Flugverbot für Flüge nach Sichtflugregeln.

16.03.2020

Norwegen hat bis zum 15. April 2020 VFR-Flüge untersagt und schließt neun Flugplätze. © Avinor

Nachdem Norwegen seit dem 15. März den VFR-Flugverkehr im Land per NOTAM bis auf wenige Ausnahmen verboten hat, folgt nun auch der norwegische Flughafenbetreiber Avinor mit der Schließung von neun Flugplätzen mit kurzer Piste ab Mittwoch, den 18. März.

Mit dieser Maßnahme wolle man Ressourcen bündeln, um die verbleibenden Flughäfen zu stärken, sagte Dag Falk-Petersen, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Avinor. Für jeden der neun geschlossenen Flughäfen gebe es einen alternativen Flughafen. Avinor werde den Transport der betroffenen Passagier zu diesen Flughäfen organisieren. Im Notfall bestehe für Rettungsflugzeuge aber die Möglichkeit, die  geschlossenen Airports zu nutzen.

Airport-Schließungen

Die folgenden Flugplätze werden geschlossen:

  • Vardø (Alternative: Vadsø Airport, 70 Kilometer entfernt)
  • Berlevåg (Alternative: Båtsfjord Airport)
  • Sørkjosen (Alternative: Tromsø Airport)
  • Stokmarknes (Alternative: Andøya Airport)
  • Svolvær (Alternativen: Leknes Airport oder Evenes Airport)
  • Mo i Rana (Alternative: Sandnessjøen Airport)
  • Mosjøen (Alternative: Sandnessjøen Airport)
  • Førde (Alternativen: Sogndal Airport oder Florø Airport)
  • Sandane (Alternativen: Ørsta/Volda Airport oder Florø Airport)

Avinor erwäge bei Bedarf weitere Maßnahmen, auch am größten Flughafen des Landes, dem Oslo-Gardermoen Airport, kündigte Falk-Petersen an. Avinoir betreibt in Norwegen insgesamt 44 Flugplätze.
Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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