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Seitenwind? Kinderspiel dank Simulatortraining!

Für Privatpiloten, deren Hände bei der Ankündigung von Seitenwind ins Schwitzen geraten, gibt es eine Lösung. Ein intensives Training baut Stress ab und dient der Flugsicherheit.

6.09.2017

Auf dem Flugplatz Hungriger Wolf in Itzehoe bietet Xwind Simulatortraining für Seitenwindlandungen an. © Xwind

Wo kommt der Wind her? Mit wieviel Knoten? Wann muss ich Querruder geben? Und wieviel Seitenruder? Welche maxCWK hat mein Flieger? Wie merke ich, ob das Limit meines Flugzeugs überschritten ist?
Diese Herausforderung ist kein Flugalltag und nicht immer konnte es in der Ausbildung  ausreichend trainiert werden. Nicht jeder erfährt während seiner Flugausbildung überhaupt Seitenwindlandungen. Routine und Inübunghalten im Beherrschen dieser Anflugsituation ist oft nur den Piloten, die an küstennahen Plätzen zu Hause sind, überhaupt möglich. Selbst wenn man es dort in der Praxis üben will, müssen die Parameter an diesem Tag stimmen, es kostet Zeit, Treibstoff, Konzentration in der Platzrunde, und Fehler können im schlimmsten Fall zu üblen Landeunfällen führen.

Je besser ein Pilot auf diese Situation vorbereitet ist, desto sicherer und entspannter kann er die Anflugsituation einschätzen und managen. Optimale Unterstützung für diese Vorbereitung finden Piloten mit dem auf diese Situation spezialisierten Trainingsanbieter Xwind Training Center Germany am Flugplatz Hungriger Wolf (EDHF)  in Itzehoe.

Erfahrene Fluglehrer fordern die Teilnehmer

Erfahrene Fluglehrer – teils mit jahrelanger Berufspraxis aus ziviler und militärischer Luftfahrt – analysieren zunächst in einem einstündigen Briefing anhand zahlreicher Videobeispiele die Situation bei und den Umgang mit extremen Seitenwindverhältnissen in der An- und Abflugphase, gehen detailliert auf Fragen ein und beschreiben Schritt für Schritt das für diese Situation erforderliche Rudermanagement. Wichtige Fragen wie zum Beispiel:
– wie mache ich mir die Berechnung der CWK und die Handhabung des Anflugs einfach?
– wann und wie baue ich die Anflugkonfiguration vom Crab zu hängender Fläche um?
– warum ist der bewusste Einsatz des Seitenruders so wichtig?
– wie koordiniere ich Quer- und Seitenruder richtig und effektiv?

werden eingehend besprochen, bevor es für die praktische Übung auf das Trainingsgerät, den Crosswindsimulator Xwind200 geht. Hier können dann in einer Stunde bis zu 60 Anflüge unter Seitenwindbedingungen in Folge – für Fortgeschrittene „gewürzt“ mit Böen bis zu 45 Knoten – trainiert werden. Schnell werden für die Piloten die Limits erfahrbar.
Ziel des Trainings ist es, das Aufsetzens bei hängender Fläche auf dem luvseitigen Rad zu beherrschen und anschließend die Maschine kontrolliert auf der Bahn zu halten.

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