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Airbus testet Helikopter im Verbund mit Drohnen

Der verbundene Einsatz von bemannten und unbemannten Fluggeräten ist für viele Missionen ein Zukunftsmodell. Airbus Helicopters und der österreichische Drohnenhersteller Schiebel haben nun getestet, zu welchen Leistungen gemeinsame Hubschrauber-Drohnen-Teams in der Lage sind. 

25.04.2018

Airbus Helicopters hat die Interoperabilität von Drohnen und Hubschraubern zusammen mit Schiebel getestet. © Airbus Helicopters

Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des österreichischen Drohnenherstellers Schiebel und dem österreichischen Amt für Rüstungs- und Wehrtechnik (ARWT) haben Airbus Helicopters und Schiebel einen H145-Hubschrauber zusammen mit dem unbemannten Hubschrauber Camcopter S-100 im Verbund betrieben. Der Verbundeinsatz bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge (Manned-Unmanned Teaming, MUM-T) verlief so erfolgreich, dass Airbus Helicopters und Schiebel dafür  als erste europäische Hubschrauberhersteller die höchste Interoperabilitätsstufe LOI5 zugesprochen bekamen. Gemäß dieser kann die bemannte Plattform die unbemannte sogar in der Start- und Landephase kontrollieren und steuern.

Einsatz unter erschwerten Bedingungen

Das H145/Camcopter-Team (MUM-T) simulierte verschiedene Einsatzszenarien. Es musste beispielsweise versteckte Objekte aufspüren, die von Hubschraubern nicht aufgespürt werden können. Ein Bediener an Bord der H145 führte das unbemannte Fluggerät S-100. Auch die Übergabe der Helikopter-Drohne an eine Bodenstation wurde erfolgreich nachgestellt. Dies kann in einem echten Einsatz erforderlich werden, wenn der bemannt Hubschrauber beispielsweise tanken muss. Die Tests fanden bereits unter verschärften Bedingungen statt. So galt es zum Beispiel,  Interferenzen bei der Datenübertragung zu meistern, die elektromagnetische Verträglichkeit der unbemannten Plattform mit dem Hubschrauber zu testen und die Erweiterung der Hubschrauberarchitektur um ein vollständiges S-100-Missionsplanungs- und -steuerungssystems zu überprüfen.

Bei der Erprobung in Österreich hat das Airbus-Schiebel-Team auch die Übergabe der Drohnen an eine Bodenstation getestet. © Airbus Helicopters

„Der Verbundeinsatz bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge multipliziert die Fähigkeiten beider Systeme“, erklärte Mark R. Henning, Programmleiter bei Airbus Helicopters. „Kleinere senkrecht startende und landende Drohnen können näher an Hindernisse wie Bäume oder Gebäude heranfliegen als Hubschrauber. Zudem ist es ihnen möglich, unbekanntes Terrain zu erkunden und dem Hubschrauberpiloten Informationen bereitzustellen. So kann sich dieser in sicherer Lage einen klaren Überblick verschaffen und dann die überlegene Leistung des Hubschraubers zum Einsatz bringen.“ 

 

 

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