Homepage » Helikopter - news » Pelikan 3: Vierter Notarzthubschrauber in Südtirol im Dienst

Südtirol hat einen vierten Rettungshubschrauber in Dienst gestellt. Seit dem 1. Februar fliegt Pelikan 3 von Laas im Vinschgau seine Einsätze. Der Helikopter soll vor allem im westlichen Südtirol zum Einsatz kommen, fliegt aber bei Bedarf auch über die Grenzen des Landes hinweg.

7.02.2020

Pelikan 3 ist eine H145, die 2017 gebaut worden ist. Sie gehört Babcock und ist in Laas im Vinschgau stationiert. © Heli Flugrettung Südtirol

Seit dem 1. Februar steht ein vierter Rettungshubschrauber in Südtirol im Dienst. Im Marmordorf Laas im Vinschgau ist jetzt der Helikopter mit dem Rufnamen Pelikan 3 stationiert. Er ergänzt die beiden anderen Hubschrauber der Heli Flugrettung Südtirol, Pelikan 1 in Bozen und Pelikan 2 in Brixen, sowie den Rettungshubschrauber der Aiut Alpines Dolomites aus Gröden. Er soll vor allem im Westen Südtirols eine schnellere Notfallversorgung aus der Luft sicherstellen.

Pelikan 3 in Laas

Im Auftrag der Landesregierung führt der Verein Heli Flugrettung Südtirol den Hubschrauber. Die zweimotorige H145 von Airbus Helicopters wurde 2017 gebaut und gehört dem weltweit tätigen Unternehmen Babcock International, von dem der Hubschrauber geleast wurde. Der Helikopter ist mit einer Winde mit einem 91 Meter langen Windenseil ausgerüstet und kann zwei liegende Patienten gleichzeitig transportieren.

Projektphase zunächst für drei Jahre

Pelikan 3 ist ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Projekt. Der Hubschrauber soll jeweils neun Monate pro Jahr der Landesnotrufzentrale als saisonales Rettungsmittel zur Verfügung stehen. Zurzeit ist sein Einsatz vom 1. Februar bis zum 26. April 2020, vom 30. Mai bis zum 4. Oktober 2020 und vom 30. November bis zum 18. April 2021 vorgesehen. Seine Einsatzzeiten sind jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. In den Monaten, in denen der Hubschrauber nicht für Einsätze vorgesehen ist, wird er als Reservemaschine für die anderen beiden Helikopter Pelikan 1 und Pelikan 2 dienen und zu Übungen verwendet.

Den Stationierungsort Laas hat die Heli Flugrettung Südtirol ausgewählt, da er strategisch günstig liegt, um schnell jeden Ort in im Einzugsgebiet zu erreichen. Außerdem existierte in Laas bereits Helikopter-Landeplatz mit Tankstelle und Hangar, den das Land für die Dauer des Projektes anmieten konnte.

Gleich am ersten Tag musste Pelikan 3 schon um 08.00 Uhr zu seinem ersten Einsatz starten, und am 5. Februar wurde er zu einer bei einem Skiunfall schwer verletzten Person zu seinem ersten Einsatz in die Lombardei gerufen.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl der jährlichen Flugrettungseinsätze von Pelikan 1, Pelikan 2 und Aiut Alpin Dolomites um mehr als 30 Prozent auf 3.639 Einsätze gestiegen.

Volker K. Thomalla

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Die DRF Luftrettung hat weitere H145 und H135 bestellt

Life Flight Network kauft acht Rettungshubschrauber bei Bell

Rettungshubschrauber ändern ihre Farbe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.