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ADAC Luftrettung: Über 54.000 Einsätze in 2018

Die ADAC Luftrettung hat im vergangenen Jahr eine ähnlich hohe Anzahl von Einsatzflügen durchgeführt wie 2017. Im Durchschnitt starteten die gelben Hubschrauber täglich zu 150 Notfällen.

6.02.2019

Die Seilwinde an den Hubschraubern vom Typ H145 von Airbus Helicopters ermöglicht Rettungseinsätze beispielsweise im Gebirge. © ADAC Luftrettung

Mit 54.356 Einsatzflügen absolvierten die Helikopter der ADAC Luftrettung im vergangenen Jahr nur 135 Flüge weniger als im Jahr 2017. Durchschnittlich kamen so 150 Einsätzen pro Tag zusammen. Primärversorgungen, also Einsätze, bei denen es um direkte Hilfeleistungen nach einem Unfall oder medizinischen Notfall ging, machten 56 Prozent aller Einsatzflüge aus, gefolgt von Primärtransporten, bei denen der Helikopter die Verletzten oder akut Erkrankten in ein Krankenhaus geflogen hat, mit 24 Prozent. 9 Prozent aller Flüge waren Sekundäreinsätze, während 11 Prozent aller Flüge auf Fehleinsätze entfielen. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

ADAC Luftrettung

Die ADAC Stiftung weist auf eine Besonderheit der Einsatzbilanz 2018 hin: Die Zahl der Spezialeinsätze hat zugenommen: Die fünf Stationen mit Rettungshubschraubern mit Winde (München, Murnau, Sande, Bautzen und Straubing) verzeichneten eine Zunahme der Windeneinsätze um 22 Prozent auf 293 Windeneinsätze.

Als Einsatzursache Nummer eins haben die Retter aus der Luft mit 48 Prozent wieder internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen registriert. In elf Prozent der Fälle waren neurologischen Notfällen und in 13 Prozent Freizeitunfällen die Auslöser für den Rettungseinsatz. Bei elf Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. „Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent auch diesmal wieder deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher“, teilte die ADC Luftrettung mit.

Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führte Bayern auch 2018 mit 12.472 Einsätzen an, das ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass sich im Freistaat auch die meisten der 36 Stationen der ADAC Luftrettung befinden. Auf den weiteren Plätzen folgen Rheinland-Pfalz mit 7.474, Nordrhein-Westfalen mit 6.233 und Niedersachsen mit 5.648 Einsätzen. Bei den Städten liegt Berlin mit einem deutlichen Vorsprung vorne. „Christoph 31“ flog in der Hauptstadt und der umliegenden Region zu 3.147 Notfällen. Dahinter platzieren sich die Stationen in Wittlich (2.122) und Ochsenfurt (2.062).

Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, sprach bei der Vorlage der Bilanz 2018 von besonders vielen außergewöhnlichen Einsätzen, bei denen die schnelle Hilfe aus der Luft oft über Leben oder Tod entschieden habe. „So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich“, lobte er. Luftrettung funktioniere nur im Team, sagte Bruder und bedankte sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Leitstellen, Kliniken, Rettungsdiensten, den Aufgabenträgern im Land und den Kommunen sowie der Polizei und Feuerwehr.

Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Personen – darunter rund 160 Piloten, etwa 230 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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