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Airbus enthüllt Racer-Konzepthelikopter

Airbus Helicopters hat auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget erstmals die aerodynamische Konfiguration seines Hochgeschwindigkeitsdemonstrators aus dem europäischen Forschungsprogramm Clean Sky 2 präsentiert. Der Demonstrator mit dem Akronym „Racer“ (Rapid And Cost-Effective Rotorcraft) ist auf eine Reisegeschwindigkeit von über 400km/h ausgelegt.

23.06.2017

Airbus Helicopters hat die aerodynamische Konfiguration des RACER-Konzepthubschraubers vorgestellt. © Airbus Helicopters

Das europäische Forschungsprogramm Clean Sky wurde ins Leben gerufen, um innovative Technologien in der Luftfahrt zu entwickeln, die CO2- und Geräuschemissionen verringern. Airbus Helicopters baut im Rahmen des Programms einen Demonstrator eines Hubschraubers, der Geschwindigkeit, Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit und Missionsleistung optimal kombinieren soll. Auf der Paris Air Show hat der Hersteller das aerodynamische Konzept nun vorgestellt. Die Endmontage des Racer soll 2019 beginnen, der Erstflug ein Jahr später.

„Wir präsentieren heute unsere Vision künftiger Hochgeschwindigkeitshubschrauber“, erklärte Guillaume Faury, Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters. „Im Rahmen von Clean Sky 2 bringen dutzende europäische Partner ihr Wissen und Können in dieses neue, sehr kühne Projekt ein, das durch eine einfache, sichere und bewährte aerodynamische Auslegung bei angemessenem Kostenaufwand größere Geschwindigkeit und Reichweite bietet. Wir setzen damit neue Maßstäbe für den Einsatz von Hochgeschwindigkeitshubschraubern und bereiten so den Weg für neue zeitkritische Services bis 2030 und darüber hinaus.“

Start-Stopp-Automatik für den Reiseflug

Der nach Angaben des Herstellers einfache Aufbau des Racer garantiere Sicherheit und Kosteneffizienz. Das innovative „Boxwing“-Design für maximale aerodynamische Effizienz ermöglicht das Abheben im Flugmodus, während es die Passagiere im Bodenbetrieb von den seitlichen Rotoren abschirmt, die im Vorwärtsflug für Schub sorgen.

Bei den Triebwerken hat sich Airbus Helicopters für zwei RTM322 entschieden, die die , geräuscharmen Seitenrotoren sowie den Hauptrotor antreiben. Safran Helicopter Engines als Hersteller des Triebwerks wird einen Eco-Modus testen, um in einem Triebwerk ein elektronisches Start-Stopp-System zu simulieren, das Treibstoff einspart und die Reichweite erhöht. Der Racer erhält zudem eine Hubschrauberzelle aus Metall und Verbundwerkstoff, die Gewicht und wiederkehrende Kosten gering hält. Ein neu entwickelte Hochspannungs-Gleichstromgenerator macht die Maschine nochmals deutlich leichter.

Das Racer-Projekt basiert auf dem eigenfinanzierten X3-Demonstrator von Airbus Helicopters, der die aerodynamische Verbundkonfiguration mit einem klassischen Hauptrotor und Seitenrotoren eingeführt hat. Der Racer soll das Konzept stärker auf den Betrieb ausrichten und zeigen, dass es sich für verschiedenste Missionen eigne, von der notärztlichen Versorgung über Such- und Rettungseinsätze sowie öffentliche und kommerzielle Versorgungs- und Transportflüge sowie private und Geschäftsflüge.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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