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Airbus Helicopters behauptet sich in schwierigem Umfeld

Die Hubschrauber-Tochter von Airbus hat sich im vergangenen Jahr gut geschlagen und ihre Spitzenposition im Markt der zivilen und halbstaatlichen Helikopter verteidigt. Die Zahl der Auslieferungen stieg um fünf Prozent auf 418 Fluggeräte.

 

Der philippinische Hubschrauberbetreiber PhilJets hat im vergangenen Jahr H130 in seine Flotte aufgenommen. © PhilJets

 

Weltweit wurden im letzten Jahr 540 Helikopter für zivile und halbstaatliche Einsätze an Kunden übergeben. 255 Exemplare beziehungsweise 47 Prozent dieser Hubschrauber hat Airbus Helicopters geliefert. Demnach kommt in diesem Marktsegment Leonardo auf 21 Prozent Marktanteil, Bell Helicopter auf 18 Prozent und Sikorsky auf fünf Prozent. Helikopter mit Kolbenmotorantrieb oder mit einer maximalen Abflugmasse von unter 1.300 Kilogramm sind bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt.

Zählt man die Drehflügler dazu, die Airbus Helicopters an militärische Kunden übergeben hat, so ergibt sich eine Gesamtzahl von 418 Hubschraubern, die das Unternehmen im Jahr 2016 produziert hat. Guillaume Faury, der Geschäftsführer von Airbus Helicopters, sagte bei der Präsentation der Zahlen: „Für die Drehflügler-Industrie war das Jahr 2016 wahrscheinlich das schwierigste Jahr der vergangenen Dekade. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes haben wir unsere operativen Ziele erreicht und die Umsetzung unseres Transformationsplanes fortgeführt.“

Den 418 ausgelieferten Helikoptern stand ein Brutto-Auftragseingang von 388 Maschinen gegenüber. Das liegt auf dem etwa gleichen Niveau wie der Brutto-Auftragseingang der Jahre 2015 und 2014 als 383 beziehungsweise 402 Hubschrauber geordert wurden. Der Auftragsbestand sank zum 31. Dezember 2016 auf 766 Hubschrauber.

Zu den Highlights des Jahres zählte das Unternehmen die Entscheidung der Regierungen von Kuwait und von Singapur zugunsten der H225M sowie die britische Entscheidung über den Kauf von H135/H145 für die militärische Flugausbildung. Zu den negativen Höhepunkten des Jahres zählt für den Hersteller sicher die Annullierung des Vertrages zum Kauf von 50 Carcal-Helikoptern seitens der polnischen Regierung im Herbst 2016.

 

 

Airbus Helicopters

Jahr                 2012    2013    2014    2015    2016

Lieferungen    475      497      471      395      418

Bestellungen  469      422      402      383      388

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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