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Der größte Helikopter der Welt, die Mi-26T2V, schließt erste Tests ab

Die modernisierte Version der Mi-26T2V, der größte Hubschrauber der Welt, hat jetzt ihre Anfangserprobung beim Hersteller abgeschlossen. Nun beginnen gemeinsame Tests mit Vertretern des russischen Verteidigungsministeriums unter verschiedenen klimatischen Bedingungen.

4.04.2019

Die Mi-26T2V wird nun vom Hersteller zusammen mit dem russischen Verteidigungsministerium weiter erprobt. © Russian Helicopters

Der zur Rostec State Corporation gehörende Hubschrauberhersteller Russian Helicopters hat die firmeninterne Flugerprobung des Riesen-Helikopters Mi-26T2V abgeschlossen. Das erste Exemplar des modernisierten, größten Hubschraubers der Welt hatte im August 2018 seinen Erstflug absolviert und wurde zuletzt im Werk von Mil in Moskau getestet. Als nächster Schritt im Programm steht nun eine gemeinsame Flugerprobung mit Vertretern des russischen Verteidigungsministeriums auf dem Plan.

Mi-26T2V

Dabei geht es vor allem darum, die Zuverlässigkeit des Helikopters, der bis zu 20 Tonnen Zuladung transportieren kann, unter verschiedenen klimatischen und geografischen Bedingungen nachzuweisen. Das Verteidigungsministerium will auch das neu installierte Selbstschutzsystem Vitebsk an der Mi-26T2V unter Einsatzbedingungen testen. Das System ist nicht nur in der Lage, Bedrohungen zu erkennen und anzuzeigen, sondern kann diese auch automatisch bekämpfen.

Neue, vollständig integrierte Avionik

Die Mi-26T2V unterscheidet sich von ihrem Vorgängermodell vor allem durch ein neues, voll integriertes Avionikpaket vom Typ NPK90-2V. Das Glascockpit soll die Arbeitsbelastung der Helikopterbesatzung durch Automation reduzieren und ist kompatibel mit Nachtsichtgeräte der Besatzung. Der Hubschrauber kann nun beispielsweise mit Hilfe des neuen Flugführungssystems selbstständig programmierte Strecken abfliegen und automatisch Anflüge bis kurz vor dem Aufsetzen an einem programmierten Geländepunkt durchführen. Sollte eine Landung nicht möglich sein, kann der Helikopter selbstständig ein Durchstarten einleiten und zu seinem Startflugplatz oder einem vorher einprogrammierten, alternativen Landeplatz zurückkehren. Dies ist besonders bei Flügen über Schnee und bei schlechten Wetterbedingungen sehr hilfreich.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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