Homepage » Helikopter » EASA hat die AW109 Trekker zugelassen

Der italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Leonardo hat die EASA-Zulassung für das leichte zweimotorige Hubschraubermuster AW109 Trekker erhalten. Mit den Auslieferungen an Kunden will das Unternehmen im ersten Quartal 2018 beginnen.

29.12.2017

Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA hat den leichten Helikopter AW109 Trekker des italienischen Herstellers Leonardo im Dezember 2017 zugelassen. © Leonardo

Der italienische Helikopterhersteller hat seiner umfangreichen Produktpalette im Bereich der Hubschrauber der 3-Tonnen-Klasse ein weiteres Muster hinzugefügt. Die zweimotorige AW109 Trekker erhielt direkt nach Weihnachten ihre Zulassung durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA. Das neue Muster beruht auf der bekannten Helikopterfamilie AW109/Grand. Sie unterscheidet sich von den anderen Mitgliedern der Familie durch ihr Kufenfahrwerk anstelle eines Radfahrwerks. Zudem ist die Trekker mit einem Glascockpit von Genesys Aerosystems aus Texas ausgerüstet. Die Avionik präsentiert dem Piloten die situationsrelevanten Informationen, um die Arbeitsbelastung für die Besatzung zu reduzieren.

FADEC-Steuerung für das PW207C

Leonardo hat als Triebwerk für die AW109 Trekker das PW207C von Pratt & Whitney Canada ausgewählt. Es wird mittels einer digitalen Triebwerkssteuerung (FADEC) gesteuert und kommt auch in anderen Hubschraubern der AW109-Familie zum Einsatz. Die Startleistung der beiden Triebwerke in der AW109 Trekker beträgt 2 x 735 Wellen-PS (548 kW). Als max. Continuous Power gibt der Hersteller 2 x 625 Wellen-PS (466 kW) an.

Die maximale Abflugmasse beträgt 3.175 beziehungsweise 3.400 Kilogramm (mit externer Fracht). Die AW109 Trekker bietet ihren Nutzern eine maximale Reisegeschwindigkeit von 148 Knoten (274 km/h). Das Muster ist für eine Vielzahl von verschiedenen Missionen geeignet. Deswegen bietet Leonardo den Helikopter auch mit unterschiedlichen Ausrüstungsmodulen an, von einer Rettungswinde über Suchscheinwerfer, externe Lautsprecher, Skifahrwerk über ein FLIR-Infrarotsichtgerät und Emergency Floats bis hin zu unterschiedlichen Kabinenkonfigurationen. Die AW109 Trekker kann von einem oder zwei Piloten geflogen werden, abhängig von der Mission und der Ausrüstung.

Leonardo hat bislang 40 Bestellungen für dieses Muster von Kunden aus aller Welt erhalten.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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