Homepage » Helikopter » Frankreich will den H160M Guépard früher nutzen

Auf der Paris Air Show im nächsten Monat wird Airbus Helicopters den neuen Militärhubschrauber H160M Guépard in Form eines Mock-up präsentieren. Die französischen Streitkräfte haben angekündigt, 169 Exemplare des Musters kaufen zu wollen.

27.05.2019

Nach Angaben der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly heißt der neue Helikopter Guépard. © Ministère des Armées

Das französische Verteidigungsministerium hat die Entwicklung der militärischen Version des neuesten Hubschraubers H160 von Airbus Helicopters, der H160M, bereits 2017 initiiert. Damals war vorgesehen, die Entwicklung der H160M ab 2022 zu beginnen, und die ersten Hubschrauber ab 2027 zu übernehmen.

Guépard soll 2026 eingeführt werden

Nun hat die französische Verteidigungsministerin Florence Parly bei einem Besuch bei Airbus Helicopters in Marignane in Südfrankreich bekanntgegeben, dass das HIL-Programm (Hélicoptère interarmées Leger) vorgezogen werden soll. Die Entwicklung und die ersten Auslieferungen sollen nun ein Jahr früher erfolgen. Bei ihrem Besuch gab Parly auch bekannt, dass der Hubschrauber bei den französischen Streitkräften unter der Bezeichnung Guépard (Gepard) eingeführt werden soll.

Frankreich will insgesamt 169 H160M für seine Streitkräfte bestellen. © Airbus Helicopters

Frankreich will mit der Beschaffung des Guépards seine Flotte an leichten Hubschraubern vereinheitlichen, die derzeit aus fünf verschiedenen Mustern besteht. Alle drei Teilstreitkräfte Armée de Terre, Armée de l’Air und Marine Nationale, werden das Muster H160M in Dienst stellen. Die Marine erhält 49 Exemplare, die Luftstreitkräfte bekommen 40 und die Armee 80 Exemplare.

Bruno Even, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters, sagte in Marignane: „Wir sind stolz darauf, dass HIL als ein strategisches Programm angesehen wird. Ich möchte dem Ministerium, der französischen Rüstungsbeschaffungsbehörde DGA und den Streitkräften für ihr Vertrauen und die enge Zusammenarbeit danken, die dazu beigetragen haben, die Voraussetzungen für die Ausweitung des Programms im Rahmen des geltenden Militärhaushaltsgesetzes zu schaffen. Dies ermöglicht einen schnelleren Austausch der älteren Hubschraubergeneration und optimiert die Verfügbarkeit der Hubschrauberflotte für den französischen Staat. Unsere Teams haben es sich zum Ziel gesetzt, 2026 ein Fluggerät auszuliefern, das den Anforderungen der französischen Streitkräfte in Bezug auf Verfügbarkeit, Leistungen und Fähigkeiten entspricht und es so ermöglicht, schnell zum neuen Maßstab auf dem weltweiten Markt für Militärhubschrauber mit mittlerem Auftrieb zu werden.“
Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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