Homepage » Helikopter » Neuseeland erneuert seine Rettungshubschrauber-Flotte

Auf Anregung des neuseeländischen Gesundheitsministeriums beginnen die Rettungsorganisationen des Landes, ihre Hubschrauberflotte auszutauschen. Bis jedoch alle heute eingesetzten Helikopter ausgewechselt sind, werden voraussichtlich zehn Jahre vergehen.

20.11.2018

Airbus Helicopters hat zwei H145 als Rettungshubschrauber nach Neuseeland verkauft. © Airbus Helicopters

Die Rettungshubschrauberflotte in Neuseeland hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums heute ein Durchschnittsalter von 29 Jahren. Zudem besteht sie zum Teil noch aus einmotorigen Helikoptern, die nicht mehr den Anforderungen entsprechen und beispielsweise keine Hospitäler mehr anfliegen dürfen, die in dicht besiedelten Gebieten stehen.

Die heutige Rettungshubschrauberflotte in Neuseeland ist im Durchschnitt 29 Jahre alt und besteht zum Teil noch aus einmotorigen Hubschraubern. © Stuart Drake/Canterbury West Coast Air Rescue Trust

Deshalb hat das Ministry of Health in Wellington in Zusammenarbeite mit den Regionalbehörden und Versicherungen eine Initiative gestartet, deren Ziel darin besteht, innerhalb von zehn Jahren die bestehende Rettungsflotte auf einen modernen Stand zu bringen.

Joint-Venture beginnt Flottenerneuerung

Zwei Rettungsorganisationen auf Neuseelands Südinsel, Helicopters Otago Limited und GCH Aviation Limited aus Christchurch, haben nun ein Joint-Venture gegründet und stellen seit dem 1. November dieses Jahres den Helikopter-Rettungsdienst auf der gesamten Südinsel sicher. Das Joint-Venture hat den etwas sperrigen Namen Helicopter Emergency Medical Services New Zealand Limited (HEMS). Zur Finanzierung des Rettungsdienstes tragen vier gemeinnützige Stiftungen sowie der Staat Neuseeland bei.

Das Joint-Venture HEMS hat nun bei Airbus zwei H145 als Rettungshubschrauber bestellt. Graeme Gale, Managing Director und Chefpilot von Helicopters Otago, sagte: „Die H145 war eine natürliche Wahl für unsere Luftrettungseinsätze. Die industrieweit führenden Sicherheitseigenschaften von Airbus, die Zuverlässigkeit und – besonders wichtig – das große interne Platzangebot, verbunden mit den großen Hecktüren machen die H145 zu einem perfekten Ambulanzhubschrauber, der bei jedem Wetter fliegen kann.“

Die beiden H145 sollen in der zweiten Jahreshälfte 2019 geliefert werden und werden in Christchurch und in Dunedin an der Ostküste der Südinsel stationiert, den beiden Orten mit den meisten Alarmierungen. Dort werden sie Tag und Nacht mit einem medizinischen Team einsatzbereit sein. Die neuseeländische Flugsicherung wird einige Routen einrichten, die nur von den Rettungshubschraubern genutzt werden dürfen, um Rettungsflüge bei schlechtem Wetter und bei Nacht sicher durchführen zu können.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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