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Rig’N Fly ermöglicht automatische Anflüge auf Ölbohr-Plattformen

Airbus Helicopters hat die EASA-Zulassung für das Rig'N Fly-System in der H175 erhalten. Das System ermöglicht automatische Anflüge auf Ölbohr-Plattformen und ist bereits für die H225 zertifiziert.

6.10.2017

Airbus Helicopters hat das Rig'N Fly-System an Bord der H175 zugelassen, das automatische Landungen auf Ölbohrplattformen ermöglicht. © Nicolas Gouhier/Abacapress.com

Versorgungsflüge zu Offshore-Öl- und Gasbohrplattformen gehören zu den anspruchsvollsten Missionen für Hubschrauber. Airbus Helicopters hat dafür das Rig’N Fly (Rig Integrated GPS approaches with eNhanced Flyability and safetY) genannte System entwickelt, das automatische Anflüge auf Plattformen auf hoher See ermöglicht. Es ist bereits in der H225 zugelassen, nun folgte die EASA-Zertifizierung für den Super Medium Helikopter H175, von dem der Hersteller bislang 19 Exemplare ausgeliefert hat.

Die H175 ist ein Hubschrauber von Airbus Helicopters in der 8-Tonnen-Klasse. © Nicolas Goutier/Airbus Helicpters

Es nutzt eine Kombination aus verschiedenen Sensordaten wie GPS, barometrischer Höhenmesser, Radar-Höhenmesser, Wetterradar, etc.), um die geforderte Genauigkeit beim Anflug auf die Plattformen zu erhöhen. Es kann auch individuell entsprechend den Wetterbedingungen konfiguriert werden, um den sichersten Anflug zu gewährleisten, indem es das Helideck immer in die von der Crew am leichtesten einsehbare Position setzt.

Marc Allongue, Programm-Manager H175 bei Airbus Helicopters, sagte: „Dieses automatische Anflugsystem ist ein Schlüsselelement, um die Zuverlässigkeit und die Sicherheit im Offshore- Flugbetrieb unserer Kunden zu erhöhen. Dank Rig’N Fly werden ihre Anflüge zu und Starts von Helipads auf Plattformen einfacher und sicherer.“

Einen Schritt weiter als Rig’N Fly geht ein System, das der Hersteller seit Mai dieses Jahres teste. Eagle (Eye for Autonomous Guidance and Landing Extension) ist ein System, das Hubschraubercrews in Zukunft mehr automatische Anflüge, Landungen und Starts ermöglichen soll.  Die Tests sind bislang bodengebunden, aber ein erster Flug soll in Kürze stattfinden. Bei Eagle handelt sich dabei um ein elektro-optisches System, das in der Lage ist, das Lande-H auf Helipads zu identifizieren und automatische Anflüge zu diesem Punkt zu konfigurieren. Zunächst stellt das System die Informationen auf einem gesonderten Display im Cockpit dar, es ist aber auch daran gedacht, die Informationen auf die Cockpitscheibe zu spiegeln, die dann quasi als Riesen-Head-up-Display dient.

Das Eagle-System von Airbus Helicopters findet automatisch das Lande-H auf einem Helipad und entwirft dafür ein automatisches Anflugverfahren. © Airbus Helicopters

Das System kann sowohl immobile als auch mobile Helipads (wie zum Beispiel auf Schiffen) tracken. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, will Airbus Helicopters das Eagle-System bereits gegen Ende dieses Jahrzehnts auf den Markt bringen.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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