Homepage » Helikopter » Sikorsky holt die MTU als Programmpartner für die CH-53K an Bord

Bei dem Wettbewerb um den Auftrag der Bundeswehr für einen Nachfolger der CH-53G hat sich Sikorsky Aircraft die MTU Aero Engines als Programmpartner an Bord geholt. Die MTU ist bereits am Triebwerksprogramm der CH-53K beteiligt und kann, wenn die CH-53K gewählt wird, mit weiteren Aufgaben rechnen.

2.03.2018

Die MTU Aero Engines hat einen Programmanteil von 18 Prozent am T408-GE400-Triebwerk der CH-53K King Stallion. © Lockheed Martin

Auch wenn der Wettbewerb um den künftigen Schwerlasthubschrauber der Bundeswehr noch nicht offiziell begonnen hat, bringen sich die beiden potenziellen Wettbewerber Sikorsky Aircraft und Boeing in Stellung und sichern sich Partnerschaften mit deutschen Unternehmen. Die Lockheed Martin-Tochter Sikorsky will dem Bundesverteidigungsministerium den Schwerlasthubschrauber CH-53K King Stallion anbieten, während Boeing die CH-47 Chinook ins Rennen schickt. Auf der ILA in Berlin, die am 25. April in Berlin beginnt, werden beide Muster vertreten sein. Für die CH-53K ist dies der erste öffentliche Auftritt bei einer internationalen Luftfahrtmesse.

Die CH-53K gibt auf der ILA ihr Messe-Debüt

Sikorsky Aircraft hat nun mit der MTU Aero Engines aus München eine Vereinbarung getroffen, dass die MTU der Instandhaltungsbetrieb für die Triebwerke der CH-53K wird, falls dieses Muster als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorgeht.

Die MTU Aero Engines kennt das T408-GE400-Triebwerk der CH-53K gut, denn sie ist mit 18 Prozent bereits als Programmpartner an dem Triebwerk von GE Aviation beteiligt. Sie ist für die Entwicklung und Fertigung der Nutzturbine des Triebwerks verantwortlich. Die CH-53K ist mit drei dieser Wellenleistungstriebwerke ausgerüstet. Jedes der drei Kraftpakete leistet bei der CH-53K 7.378 Wellen-PS (5.595 kW). Im Vergleich zum Vorgänger-Antrieb T64 bietet das T408 57 Prozent mehr Leistung, einen um 18 Prozent reduzierten spezifischen Kraftstoffverbrauch und besteht aus 63 Prozent weniger Bauteilen, wodurch die Instandhaltungskosten gesenkt werden können.

Drei Kraftpakete vom Typ T408-GE400 treiben die CH-53K King Stallion an. © GE Aviation

Klaus Günther, Leiter der Militärsparte der MTU Aero Engines sagte: „Die CH-53K wurde mit ihren Antrieben für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts entwickelt und erfüllt dabei höchste Sicherheitsstandards. Die T408-Triebwerke garantieren mit Zuverlässigkeit, beispielloser Leistungsstärke und beeindruckendem Reservepotenzial, dass die Durchführung von Missionen selbst unter schwierigsten Einsatzbedingungen sichergestellt ist.“

 

 

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