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US Navy bestellt TH-73A-Trainingshelikopter bei Leonardo

Leonardo hat sich mit der TH-119 bei dem Wettbewerb um den künftigen Trainingshubschrauber der US Navy durchgesetzt. Die ersten Hubschrauber sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Insgesamt benötigt die US Navy 130 Exemplare des nun TH-73A bezeichneten Helikopters. 

14.01.2020

Der Demonstrator für die TH-73A von Leonardo fliegt vor der Skyline von Philadelphia, der Stadt, in der das Muster gebaut wird. © Leonardo

Die Suche des US-Verteieidgungsministeriums nach einem Nachfolger der Bell TH-57A Sea Ranger als Trainingshubschrauber für die US Navy, die US Marines und die US Coast Guard ist beendet: Gestern hat die US Navy bekanntgegeben, dass der italienische Hubschrauberhersteller Leonardo den Wettbewerb gewonnen habe und einen Auftrag für die Serienfertigung von zunächst 32 Helikoptern des Typs TH-73A erhalten wird.

Insgesamt waren fünf Wettbewerber im Rennen. Leonardo habe das beste Preis-Leistungsverhältnis angeboten, sagte James F. Geurts, der stellvertretende Marine-Staatssekretär für Forschung und Beschaffung. Leonardo wird einen Festpreisvertrag in Höhe von 176,5 Millionen US-Dollar (160,62 Millionen Euro) erhalten sowie drei Optionen für jeweils ein weiteres Produktionsjahr. Die US-Streitkräfte benötigen insgesamt 130 Trainingshubschrauber.

Serienfertigung in den USA

Der Hersteller wird die Helikopter in seinem Werk in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania bauen. Sie werden nach zivilen Zulassungsvorschriften von der US-Luftfahrtbehörde FAA zugelassen.  Die TH-57A werden ab 2022 ausgemustert und sollen, wenn alle Optionen für die TH-73A in Festbestellungen umgewandelt werden, ab 2024 nicht mehr in den  Bestandslisten  der US Navy zu finden sein. Die TH-73A sollen bis mindestens 2050 als Trainingshubschrauber für die Ausbildung von angehenden Helikopter- und Tiltrotor-Piloten im Einsatz sein.

Leonardo hatte sich mit der TH-119 um den Auftrag beworben, das ist eine modifizierte AW119 mit einer PT-6B-Wellenturbine von Pratt & Whitney Canada. Zur Sonderausstattung des Hubschraubers gehört unter anderem ein drehbarer Beobachter- (Prüfer-) Sitz in der Kabine hinter den beiden Piloten sowie ein Lasthaken mit einer Kapazität von rund 1.350 Kilogramm. Der TH-119 bietet nach Angaben des Herstellers betriebliche Vorteile. So könne er beispielsweise bei laufendem Triebwerk betankt („Hot refuel“) werden. Seine robuste Metallstruktur sowie das verstärkte und gefederte Kufenlandegestell seien für die Belastungen durch wiederholtes Landetraining ausgelegt.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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