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PW206-Premiere bei der RUAG in Stans

Der Geschäftsbereich Aviation des Schweizer Technologiekonzerns RUAG Aviation hat erstmals ein Helikopter-Triebwerk vom Typ PW206 des Herstellers Pratt & Whitney Canada PW206 überholt.

18.06.2018

RUAG Aviation hat in ihrer Triebwerkswerkstatt in Stans das erste PW206 überholt. © RUAG Aviation

Die Schweizer Luftwaffe betreibt 20 Helikopter vom Typ EC635 (H135M). Um die Verfügbarkeit dieser Flotte zu erhöhen, wartet und überholt der Geschäftsbereich Aviation des Schweizer Technologiekonzerns RUAG die PW206-Triebwerke dieses Helikoptermusters in seiner Triebwerkswerkstatt in Stans. Dort verfügt RUAG Aviation über eine moderne, nach Lean-Prinzipien organisierte Triebwerks-Werkstatt, in der neben den Strahltriebwerken der Northrop F-5E Tiger und Boeing F/A-18 auch Safran-Makila-Triebwerke der Schweizer Transporthelikopter Super Puma, sowie Turboprop-Triebwerke vom Typ Honeywell TPE331 gewartet werden. In den kommenden Jahren sollen sämtliche Triebwerke der EC635-Helikopter – insgesamt handelt es sich um 40 Aggregate – der Schweizer Luftwaffe bei RUAG Aviation gewartet werden.

Unabhängig von weiteren Dienstleistern

Als Industriepartner und unabhängiges Materialkompetenzzentrum der Luftwaffe ist RUAG Aviation für den Unterhalt der Schweizer EC635-Flotte verantwortlich. „Die Einsatzbereitschaft der EC635 sicherzustellen, ist Teil unseres Kernauftrags. Maximale Verfügbarkeit und kürzest mögliche Standzeiten der Flugzeuge und Helikopter unserer militärischen und zivilen Kunden stehen ganz oben auf unserer Prioritätenliste“, sagt Heinz Scholl, Senior Vice President Military Aviation der RUAG Aviation. Die Fähigkeit, die Triebwerke selbst zu warten und zu testen, leiste dazu einen entscheidenden Beitrag, so Heinz Scholl. „Damit sind wir unabhängig von zusätzlichen Dienstleistern und können die Durchlaufzeiten bei den Helikopterwartungen erheblich verkürzen und somit eine höhere Verfügbarkeit der Schweizer EC635-Flotte gewährleisten.“

„Mit der Erweiterung unseres Dienstleistungsspektrums auf weitere Triebwerkstypen stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig“, erklärt Volker Wallrodt, Vice President Business Jets, Dornier 228 & Components.

Experten von Pratt & Whitney Canada hatten im vergangenen Herbst die Mitarbeiter von RUAG Aviation drei Wochen lang intensiv geschult, um sie für die Arbeiten am PW206 auszubilden. In der Vergangenheit mussten die Triebwerke der EC635 noch für größere Wartungsarbeiten nach Deutschland oder nach Spanien gebracht werden. Dies entfällt nun. Alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten für das PW206 können jetzt bei RUAG Aviation in Stans durchgeführt werden.

Bob Fischer

 

 

 

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