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ClearVision von Universal jetzt mit EASA-Zulassung

Die EASA hat das Enhanced Flight Vision System (EFVS) ClearVision zusammen mit der Datenbrille SkyLens von Universal Avionics zugelassen. Damit können Flugzeugbesatzungen auch ohne bodengestützte Anflugsysteme bei Nacht und schlechtem Wetter Flugplätze anfliegen.

27.03.2020

Universal Avionics hat die EASA-Zulassung für sein Enhanced Vision System mit der Datenbrille SkyLens (links) erhalten. © Universal Avionics

Die Elbit-Tochter Universal Avionics hat die Zulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für ihr Sichtsystem ClearVision mit der Datenbrille SkyLens erhalten. Dror Yahav, der Hauptgeschäftsführer von Universal Avionics, sagte: „Die Zulassung unseres Enhanced Flight Vision Systems stellt einen Durchbruch in der Verkehrsluftfahrt dar. Flugzeugbetreiber können jetzt mit unserer bewährten ClearVision-Lösung wichtige Funktionen für verbesserte Flugsicht und Sicherheitsverbesserungen nutzen. Dies ist die erste zivile Zertifizierung einer Datenbrille (Head Wearable Display) und das erste EFVS mit dem Passagierflugzeuge gelandet werden dürfen. Diese Erfolge sind weitere Meilensteine in unsere Tradition, bahnbrechende Technologien und Produkte auf den Markt zu bringen.“

Kombination von EVS und SVS

ATR bietet derzeit das ClearVision-System mit der SkyLens-Brille an. Die Zulassungen für weitere Muster – inklusive Helikoptern – sind in Arbeit und folgen in naher Zukunft. Das System wird in verschiedenen Versionen angeboten. In der Basis-Version von ClearVision projiziert das System dem Piloten grundsätzliche Flugführungsdaten und -symbole in das Sichtfeld. In der zweiten Version zeigt das System dem Piloten zusätzlich das Bild des Synthetic Vision Systems im Sichtfeld an. In der dritten Version sieht der Pilot neben den Flugführungssymbolen auch das Bild der Infrarotsensoren (EVS) in seinem Blickfeld. Diese Sensoren können durch Nacht und Nebel sehen.

Die EASA hat nun auch das ClearVision Enhanced Flight Vision System (EFVS) mit der Datenbrille SkyLens von Universal Avionics zugelassen. © Universal Avionics

Die aufwendigste ClearVision-Version ist schließlich die vierte. Hier werden die Bilder des SVS und des EVS übereinander gelegt und in das Sichtfeld des Piloten projiziert. Mit den beiden letzten Versionen dürfen entsprechend qualifizierte Crews (ILS-)Anflüge nach CAT I und CAT II oder LPV bis zum Aufsetzen fortsetzen. Die Runway Visual Range ist in diesem Fall der limitierende Faktor. Sie darf nicht niedriger sein als 1.000 Fuß (305 Meter).

Dank der nachgewiesenen Sichtverbesserungen ermöglicht das System gewerblichen Luftfahrtunternehmen, Approaches zu fliegen oder Starts durchzuführen, die ohne ClearVision nicht möglich wären. Fluggesellschaften können dank des Systems auch bei schlechten Sichtverhältnissen effizient und ohne Unterbrechungen fliegen.
Volker K. Thomalla

 

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