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Endmontage der ersten E175-E2 hat begonnen

Nicht mehr lange, dann ist die Familie vollständig. Der brasilianische Hersteller Embraer fertigt gerade in seinem Werk in São José dos Campos in Brasilien den fliegenden Prototypen des Regionaljets E175-E2. Dieses Flugzeug ist das dritte und kleinste Familienmitglied der neuesten Generation der erfolgreichen E-Jet-Flugzeugfamilie. 

29.05.2019

Embraer hat mit der Endmontage der ersten E175-E2 begonnen. © Embraer

Das dritte und kleinste Mitglied der neuesten Generation von Embraers E-Jet-Regionaljet-Familie, die Embraer E175-E2, nimmt im Werk São José dos Campos Formen an. Die Mitarbeiter des Herstellers haben das Zusammenfügen der einzelnen Rumfsegmente in dieser Woche abgeschlossen. Nun werden die Systeme installiert, anschließend erfolgt das Zusammenfügen von Rumpf und Flügel, die so genannte Hochzeit des Flugzeugs.

Das Roll-out der E175-E2 ist für das zweite Halbjahr 2019 geplant, der Erstflug soll vor Ende dieses Jahres erfolgen. Nach Abschluss der Flugerprobung sowie der Nachweisflüge für die Zulassung soll der Erstkunde sein Flugzeug 2021 in Empfang nehmen können.

Indienststellung im Jahr 2021

Mit einer Länge von 32,4 Metern ist die E175-E2 genau 3,84 Meter kürzer als die E190-E2 und sogar 9,10 Meter kürzer als die E195-E2. Dementsprechend zeigen sich auch die Kapazitäten der einzelnen E-Jet-Familienmitglieder: Während das größte Muster, die E195-E2 in einer Einklassen-Konfiguration bis zu 146 Passagiere transportieren kann, passen in die E175-E2 lediglich 90 Passagiere bei einem Single-Class-Layout. Mit einer maximalen Abflugmasse von 44,8 Tonnen ist die E175-E2 allerdings auch deutlich leichter als die E195-E2, die auf ein MTOW von 61,5 Tonnen kommt.

Die E2-Generation wird von Triebwerken der PW1000G-PurePower-Familie angetrieben. Diese Getriebefans verbrauchen über 10 Prozent weniger Treibstoff als die an der vorherigen E-Jet-Generation verwendeten Turbofans. Sie verleihen der E175-E2 eine Reichweite bei voller Passagierzuladung von 2.017 nautischen Meilen (3.735 Kilometer).

Alle drei E-Jet-E2-Muster können mit einem Type Rating geflogen werden. Dies reduziert die Trainingszeiten für die Besatzungen und bietet den Planern von Airlines die Flexibilität, die sie benötigen, um auf verschiedenen Strecken nachfragegerecht die Kapazitäten einzusetzen. Aufgrund der hohen Baugleichheit der drei Flugzeugmodelle sparen die Nutzer auch bei der Ersatzteilbevorratung.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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