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Paris Air Show: Impressionen vom ersten Tag

Die Paris Air Show 2019 hat gestern ihre Pforten eröffnet. Mit 2.450 Ausstellern hat sie so viele Aussteller wie noch nie zuvor in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Mehrere Aussteller nutzten den ersten Messetag zu Enthüllungen. Unter anderem wurde ein Mock-up des FCAS-Fighters sowie des türkischen Stealth Fighters TF enthüllt. 

18.06.2019

Die Flightline der Paris Air Show 2019 ist mit neuen und älteren Flugzeugen, mit kleinen und großen bestückt. © Volker K. Thomalla

Schon nach dem ersten Tag der Paris Air Show 2019 ist klar: In diesem Jahr wird es im Gegensatz zu früheren Luftfahrtmessen in der französischen Hauptstadt keine Bestellschlachten geben. Es gibt zwar Aufträge, aber im Vergleich zu vorherigen Ausgaben der Paris Air Show, eher in bescheidenem Maße. Dabei wartet die Messe auf dem Stadtflughafen von Paris in Le Bourget mit einer Rekordzahl an Ausstellern auf. 2.450 Firmen und Organisationen zeigen ihre Waren und Dienstleistungen auf der Woche, die noch bis zum Sonntag geht. Die Aussteller zeigen auch, wie sie die mittel- und langfristige Zukunft der Aerospace-Industrie sehen. Neben den aktuellen Diskussionen über beispielsweise die Rückkehr der Boeing 737 MAX in den Flugbetrieb, stehen Elektroflug und Air Taxis für den Transport für Menschen und Waren im Mittelpunkt der Diskussionen

Eindrücke von der Paris Air Show 2019:

Das Line-up der Flugzeuge auf der Paris Air Show ist in diesem Jahr wieder beeindruckend und reicht vom zweisitzigen Trainingsflugzeug Pipistrel Alpha und Elektroantrieb bis hin zur Boeing 787-9 Dreamliner und dem Airbus A350-1000. Alle drei der genannten Flugzeuge wurden auch im Flug am Himmel über Le Bourget vorgeführt. Erstmalig unter dem neuen Namen Mitsubishi SpaceJet war der frühere MRJ90 auf einer Luftfahrtmesse zu sehen. Auch erstmalig unter neuem Namen stellte die kanadische Longview Aviation eine Dash 8 Q400 aus. Das Unternehmen hat das Turbopop-Regionalflugzeug-Programm von Bombardier Aviation gekauft und vermarktet die bewährten Turboprops nun unter dem traditionsreichen Namen de Havilland Aircraft of Canada.

Neue Namen und alte Namen

Zum letzten Mal unter seinem bisherigen Namen Embraer E195-E2 wurde dagegen der brasilianische Regionaljet in Paris ausgestellt. Embraer wird das Regionaljet-Programm in ein Joint-Venture mit Boeing einbringen. Die in Gründung befindliche Boeing Brasil Commercial (BBC) hat bereits angekündigt, den Namen Embraer nicht mehr zu verwenden.

Zu den Premieren auf der Messe gehörten die 1:1-Modelle der Stealth-Kampfflugzeuge FCAS (Deutschland, Frankreich, Spanien) sowie des türkischen TF (Turkish Fighter). Die israelische Aviation hatte erstmalig ihr Elektroflugzeug Alice nach Paris gebracht. Das von drei Druckpropellern angetriebene Flugzeug soll den Regionalverkehr revolutionieren. Es fasst elf Insassen und soll noch in diesem Jahr zum Erstflug abheben.

Erstmalig in Paris zu sehen war auch das japanische Transportflugzeug Kawasaki C-2, das seine Heckladerampe heruntergelassen hatte, damit Besucher es auch von innen besichtigen konnten. Es war zusammen mit dem U-Bootjgdflugzeug und Seefernaufklärer Kawasaki P-1 nach Le Bourget gekommen. Japan hofft auf Aufträge für beide Flugzeuge von ausländischen Kunden. Die P-1 ist eines der modernsten Flugzeuge der Welt, verfügt es doch zum Beispiel über eine Fly-by-Light-Flugsteuerung.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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