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Volocopter will mit der VoloDrone in das Frachtgeschäft einsteigen

Volocopter hat mit der VoloDrone ein Frachtfluggerät vorgestellt, das bis zu 200 Kilogramm heben kann. Das Unternehmen kann sich eine Vielzahl von Anwendungen für die Cargo-Drohne vorstellen. Im vergangenen Monat hat der Prototyp bereits seinen Erstflug absolviert.

6.11.2019

Der Vergleich mit Christophe Hommet, dem Chefingenieur der VoloDrone, zeigt die riesigen Abmessungen des autonomen Frachtfluggeräts. © Volocopter

Das Unternehmen Volocopter aus Bruchsal hat ein weiteres Projekt eines unbemannten Luftfahrzeuges vorgestellt. Die neue Drohne namens VoloDrone soll aber keine Passagiere befördern, sondern Fracht autonom oder ferngesteuert von A nach B durch die Luft transportieren. Mit diesem Fluggerät will der Hersteller in den Bereichen Logistik, Landwirtschaft, Infrastruktur und öffentliche Versorgungsindustrie einen Fuß in die Tür bekommen.

Die VoloDrone ist konstruktiv den bisher von Volocopter entwickelten Fluggeräten sehr ähnlich. Über dem zentralen Flugkörper sitzt ein Rotorkranz mit 18 individuell elektrisch angetriebenen Rotoren. Der Rotorkranz hat einen Durchmesser von 9,2 Metern. Die Drohne kann nach den Berechnungen der Konstrukteure maximal 200 Kilogramm befördern. Ihre Reichweite von lediglich 40 Kilometern lässt einen Einsatz aber nur innerhalb eng begrenzter Gebiete sinnvoll erscheinen.

Hohe Flexibilität dank Kufengestell

Der Zentralkörper steht auf einem hohen Kufengestell mit vier Stelzen, damit auch sperrige Lasten mit Hilfe des standardisierten Befestigungssystems eingehakt werden können. Nach Angaben von Volocopter findet eine Europalette unter der Drohne Platz, es können aber auch Sprühvorrichtungen oder andere Geräte befestigt werden.

VoloDrone soll überall dort zum Einsatz kommen, wo bodengebundene Transporte an ihre Grenzen kommen und den Nutzern eine neue Zugangsdimension bieten. Als Beispiele dafür nennt der Hersteller die Lieferung von schweren Paketen an abgelegene Orte, Ernteschutz, Transporte von unhandlichen Teilen auf Baustellen. „Von Anfang an haben wir mit strategischen Partnern aus unterschiedlichsten Industrien zusammengearbeitet, um ein Produkt zu entwickeln, das in den spezifischen Anwendungsfällen großen Zusatznutzen bietet. Unsere VoloDrone ist als universelle Lastendrohne angelegt, die für den jeweiligen Zweck passgenau adaptiert werden kann. Wir bleiben damit am Puls der Marktanforderungen,“ sagt Christophe Hommet, der Chefingenieur von VoloDrone.

Während Volocopter in Bruchsal beheimatet ist, hat das VoloDrone-Team seine Basis auf dem Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen aufgeschlagen, wo der Prototyp der  Lastendrohne im vergangenen Monat bereits zu seinem Erstflug abgehoben ist.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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