Homepage » Luftverkehr - news » Air France zieht bei Joon den Stecker

Air France zieht bei Joon den Stecker

Die Air France-Tochter Joon wird abgewickelt. Nur knapp 13 Monate nach Aufnahme des Flugbetriebs verschwindet die Marke wieder vom Markt. Der neue Air France-Chef Benjamin Smith verfolgt einen anderen Kurs als sein Vorgänger und gliedert die Flugzeuge und das Personal wieder bei Air France ein.

12.01.2019

Air France hat das Ende von Joon angekündigt. Nach nur etwas mehr als einem Betriebsjahr schließt die Airline wieder. © Anna Zvereva/Wikimedia Commons

Als eine „Airline für Millenials“ hatte Air France ihre Tochter Joon 2017 aus der Taufe gehoben. Nun, nach etwas mehr als einem Jahr Flugbetrieb, ist schon wieder Schluss: Joon wird wieder in der Versenkung verschwinden, die Besatzungen und die Flugzeuge sollen bei Air France integriert werden, gab Air France am 10. Januar bekannt.

Das Aus kommt nach einem Jahr

Die Idee des Managementteams von Jean-Marc Janaillac war, dass Joon verlustreiche Langstrecken von Air France übernehmen und durch niedrigere Produktionskosten wirtschaftlich machen sollte. Zusätzlich sollte sie im Europaverkehr den Billigairlines Paroli bieten. Am  1. Dezember 2017 hatte Joon ihren Flugbetrieb aufgenommen, bis 2020 sollte die Flotte der Air France-Billigtochter auf 28 Flugzeuge wachsen. Doch schon ein Jahr nach der Aufnahme des Flugbetriebs bei Joon erkennt die Group Air France unter ihrem neuen Hauptgeschäftsführer (CEO) Ben Smith, dass „die Markenvielfalt Komplexität geschaffen hat und die Stärke der Marke Air France leider geschwächt hat“. Deshalb hat das neue Managementteam den Stecker gezogen.

Durch die Integration sehe die Airline viele Vorteile bei der Flotte, beim Markenauftritt und der Produktharmonisierung, so Air France. Außerdem sei so eine einfachere Einflottung der bestellten Airbus A350 in die Air France-Flotte möglich.

Volker K. Thomalla

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Auch interessant:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.