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ANA testet ferngesteuerte Flugzeugschlepper

Die japanische Airline ANA testet derzeit an ihrem Heimatflughafen in Tokio einen ferngesteuerten Flugzeugschlepper aus Krefeld. Die Fluggesellschaft verspricht sich von dem neuen Fahrzeug eine Reduzierung von Wartungs- und Kraftstoffkosten.

5.10.2018

All Nippon Airways (ANA) testet den ferngesteuerten Flugzeugschlepper Mototok 8600 auf dem Flughafen Tokio-Haneda. © ANA

All Nippon Airways (ANA) hat mit der Erprobung des ferngesteuerten Flugzeugschleppers Mototok Spacer 8600 auf dem internationalen Flughafen Tokio-Haneda begonnen: Das Besondere an dem Hightech-Schlepper für das Zurückstoßen von Flugzeugen von den Gate-Positionen (Pushback) ist, dass er ohne Fahrer auskommt und stattdessen fernbedient wird. Das Star Alliance-Mitglied ANA hat die ersten Probeläufen mit dem Gerät am 21. September begonnen. Sie sollen noch bis zum 15. Oktober 2018 dauern. Für die Testläufe am Airport muss sich die Airline eng mit dem Flughafen abstimmen.

Reduzierte Kosten im Betrieb

Der ferngesteuerte Pushback-Schlepper erlaubt eine deutliche Reduktion der Arbeitsbelastung am Flughafen und steigert die Präzision der Rückstoßmanöver. Das Steuergerät des Schleppers kann – im Gegensatz zum Fahrer – die Umgebung des Flugzeugs vollständig überwachen und liefert jederzeit dessen exakte Position. Darüber hinaus ist die Trainingszeit für den Bediener der Fernsteuerung kürzer als die herkömmliche Ausbildung der Schlepperfahrer. Der Einsatz des neuen Schleppers reduziert den CO2-Ausstoß, sowie die Wartungs- und die Kraftstoffkosten.

„ANA ist ständig auf der Suche nach technischen Weiterentwicklungen, die uns auch weiterhin führend in der Luftfahrtindustrie machen“, sagte Shigeru Hattori, Senior Vice President des ANA Airport Center. „Der Mototok Spacer 8600 trägt dazu bei, dass ANA auf sichere und kostengünstige Weise noch umweltfreundlicher wird.“

Vom Mototok Spacer erwartet ANA positive Einflüsse auf die Effizienz der Abfertigungsprozesse. Der Schlepper wird mit momentan nur mit den Standardrumpf-Flugzeugen Boeing 737, Airbus A320 und Airbus A321 eingesetzt. ANA hofft, den Schlepper nach erfolgreichen Tests bis 2020 flächendeckend in Betrieb nehmen zu können und erwägt auch, das Gerät später bei größeren Flugzeugtypen einzusetzen.

 

 

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