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Der Flughafen Bozen wird heute privatisiert

Der Flughafen Bozen wird heute verkauft. Ein Bieterkonsortium von drei Unternehmern wird den BZO Airport in Südtirol übernehmen. Der Südtiroler Landeshauptmann will heute seine Unterschrift unter den Kaufvertrag setzen. 

16.09.2019

Der Flughafen Bozen ist an drei Seiten von Bergen umgeben. © V. K. Thomalla

Der Flughafen Bozen in Südtirol gehört der ABD Airport AG, die wiederum der Autonomen Provinz Bozen gehört. Der Betrieb des Airports ist nicht profitabel und wurde in der Vergangenheit von der Provinzregierung regelmäßig bezuschusst. In einer Volksabstimmung hatte sich die Bevölkerung 2016 mehrheitlich gegen eine weitere kontinuierliche Finanzierung des Airports ausgesprochen, so dass sich die Provinzregierung zum Verkauf des Airports entschlossen hatte.

Drei Unternehmer haben als Bieterkonsortium zusammen ein Angebot für den Kauf des Airports abgegeben, von dem derzeit keine Linienflüge mehr fliegen. Sie haben 3,813 Millionen Euro geboten und lagen damit knapp über dem Ausschreibungspreis von mindestens 3,8 Millionen Euro.

Linienflüge sollen wieder kommen

Die neuen Flughafen-Besitzer wollen den Flugplatz entwickeln, allerdings soll er ein Regionalflugplatz bleiben. Künftig sollen wieder Linienflüge nach Rom aufgelegt werden, allerdings will die Airport-Gesellschaft zunächst nur Tagesrandverbindungen anbieten. Die Gesellschaft plant, neben Rom auch andere Hubs wie beispielsweise München von Bozen aus zu bedienen. Im Mai war bekannt geworden, dass auch British Airways Interesse hat, Bozen sei Mal pro Woche aus London heraus anzufliegen.

Der Platz liegt in einem Talkessel, der von drei Seiten von hohen Bergen umschlossen wird. Die asphaltierte Hauptbahn (01/19) ist 1.292 Meter lang und 32 Meter breit. Die neuen Besitzer wollen die Piste verlängern.

Volker K. Thomalla

 

 

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