Homepage » Luftverkehr - news » Flybe warnt vor Ablehnung des Übernahme-Angebots

Die Zustimmung der Aktionäre zur Übernahme von Flybe durch ein Konsortium unter der Führung der Virgin Atlantic Airways ist keinesfalls sicher. Sollte die Übernahme bei der nächsten Aktionärsversammlung zurückgewiesen werden, droht dem Unternehmen der Weg in die Insolvenz.

16.02.2019

Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe betreibt 85 Flugzeuge, darunter auch sieben Embraer E195. © Flybe

Das Management der angeschlagenen britischen Regionalfluggesellschaft Flybe hat die Anteilseigner eindringlich davor gewarnt, die Kaufofferte des Konsortiums unter der Führung von Virgin Atlantic zurückzuweisen. Am 4. März findet eine Aktionärsversammlung statt, auf der die Anteilseigner über das Angebot entscheiden. Nachdem Flybe in eine finanzielle Schieflache geraten war, hatte sich die irische Stobart Air Group und die US-Finanzierungsgesellschaft Cyrus Capital mit Virgin Atlantic zusammengesetzt, um als Konsortium Flybe zu übernehmen.

Unmut bei den Aktionären

Das Angebot der potenziellen neuen Eigner liegt bei gerade einmal 2,2 Millionen Pfund Sterling (2,46 Millionen Euro) für die Flybe, die immerhin eine Flotte von 75 Flugzeugen (3 ATR 72, 54 Q400, 11 Embraer E175 und 7 Embraer 195) betreibt. Das Konsortium half im vergangenen Monat Flybe kurzfristig mit einer Kapitalspritze in Höhe von 20 Millionen Pfund (22,4 Millionen Euro) und hat sich verpflichtet, weitere rund 80 Millionen Pfund Sterling für künftige Investitionen in das Wachstum der Airline bereitzustellen. Das Konsortium will eine neue Gesellschaft namens Connect Airways gründen, in die neben Flybe auch die Stobart-Tochter Propius, eine Flugzeug-Leasinggesellschaft, eingebracht wird.

Sollte das Angebot am 4. März von den Anteilseignern abgelehnt werden, müsste die Fluggesellschaft mangels Alternativen Insolvenz beantragen. Die Zustimmung der Aktionäre zu diesem Deal ist keineswegs sicher, denn ein teil der Investoren ist mit dem Angebot unzufrieden, denn sie halten das Angebot für „unter dem Wert der Firma“. Jede Aktie der Flybe würde bei der Annahme der Offerte mit nur einem Pence (0,011 Euro) abgefunden.

Bob Fischer

 

 

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