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Saab liefert zwei Remote Tower an die Niederlande

An den Flughafen Maastricht und Groningen werden künftig keine Lotsen mehr vor Ort den Flugverkehr kontrollieren. Stattdessen sitzen die Towerlotsen der beiden Plätze in Schiphol und überblicken die Situation vor Ort mit verschiedenen Kameras.

12.12.2019

Saab wird Remote Tower in die Niederlande liefern, von denen aus mehrere Flugplätze aus einem einzigen Kontrollzentrum heraus kontrolliert werden. © Saab

Die Zusammenfassung der Flugsicherung in wenigen nationalen Kontrollzentren weitet sich aus, die Zahl der Flugplätze mit einem eigenen, mit Personal vor Ort besetzten Kontrolltürmen nimmt europaweit ab. Saab Digital Air Traffic Solutions (SDATS) hat gestern bekanntgegeben, dass das Unternehmen einen Auftrag der Flugsicherungsorganisation LVNL (Air Traffic Control the Netherlands) aus den Niederlanden für zwei Remote Tower-Systeme erhalten hat. Der Rahmenvertrag, den SDATS und LVNL gestern geschlossen haben, umfasst die Optionen, auch weitere Remote Tower zu liefern und den Funktionsumfang der Systeme zu erweitern.

Remote Tower Center in Schiphol-East

Mit Hilfe dieser beiden Remote Towers werden die Flughäfen Maastricht Aachen und Groningen Airport Eelde künftig nicht mehr von Lotsen vor Ort überwacht, sondern aus dem neuen Remote Tower Center am Flughafen Schiphol-East. Ab Januar wollen beide Unternehmen mit der Implementierung der Systeme beginnen, ab Ende 2021 will LVNL die Flugverkehrskontrolle an beiden Airports von Schiphol aus gewährleisten.

Hans-Peter Spies, der General Manager der Regional Unit beim LVNL, sagte: „Saab hat bewiesen, dass sie eine solide Remote Tower-Technologie liefern können- Der Saab-Ansatz unterscheidet sich von anderen durch die Aufmerksamkeit, die das Unternehmen dem Wechsel vom bisherigen System zur künftigen Verkehrsabwicklung mit einem Remote Tower widmet. Saab wird uns bei der Weiterentwicklung des Systems, bei den Sicherheitsanalysen und den Schulungen für die Fluglotsen unterstützen.“

Volker K. Thomalla

 

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