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UFO will am Sonntag die Lufthansa bestreiken

Das Kabinenpersonal der Lufthansa soll am Sonntag an den Standorten München und Frankfurt die Arbeit für mehrere Stunden niederlegen. Auf den Streikaufruf der Flugbegleiter-Gewerkschaft reagiert die Kranich-Airline gelassen.

15.10.2019

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO will die Lufthansa bestreiken. © Volker K. Thomalla

Die Gewerkschaft der Flugbegleiter UFO will am Sonntag mit einer Arbeitsniederlegung an den Standorten München und Frankfurt die Lufthansa zu Verhandlungen über eine Tariferhöhung für das Kabinenpersonal bewegen. UFO hat gestern ihre Mitglieder aufgerufen, alle Lufthansa-Flüge mit LH-Flugnummer, die von Frankfurt oder München starten, zwischen 06.00 Uhr und 11.00 Uhr zu bestreiken.

Forderung nach mehr Gehalt

Formal geht es um eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent. Allerdings schwelt zwischen der Lufthansa und UFO ein tieferer Konflikt. Das Airline-Management spricht der Organisation ab, eine Gewerkschaft zu sein und lehnt deswegen Verhandlungen mit UFO ab. Sie lässt vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht deshalb den Status der Organisation als Gewerkschaft prüfen.

Die Lufthansa erwartet für den 20. Oktober 2019 nur geringe Auswirkungen durch den Streikaufruf der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO an den Standorten München und Frankfurt. © Volker K. ThomallaUFO-intern hatte es in der Vergangenheit heftige Querelen gegeben. Beobachter vermuten, dass der Streik eine Art Befreiungsschlag sein soll, um  UFO wieder als Flugbegleiter-Vertretung zu positionieren.

Lufthansa sieht die Streikankündigung relativ gelassen. Sie informierte ihre Passagiere mit den Worten: „Lufthansa betont ausdrücklich, dass dieser Streik rechtswidrig ist, da sowohl die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo als auch die Vertretungsbefugnis des Ufo-Vorstands nach wie vor ungeklärt sind. Es wird geprüft, ob rechtliche Schritte wegen des angekündigten Streiks unternommen werden. Das Ziel der Lufthansa ist es, trotz des Aufrufes am 20. Oktober das volle Flugprogramm aufrechterhalten zu können.“

Volker K. Thomalla

 

 

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